Immer mehr Spuren führen in die Schweiz: Wurde verschollener Unternehmer in tödliche Falle gelockt?
Immer mehr Spuren führen in die Schweiz
Wurde verschollener Unternehmer in tödliche Falle gelockt?
Briefkastenfirmen in Zürich, Luxusautos aus Schwyz und ein Netz aus Schweizer Treuhändern: Im Fall des spurlos verschwundenen italienischen Unternehmers Pasquale Lamberti ermittelt die Justiz neu wegen Mordes.
Publiziert: vor 19 Minuten
Aktualisiert: vor 3 Minuten
Darum gehts
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- Mailänder Pasquale Lamberti verschwand 2021, Mordermittlungen seit Juli 2026 in Italien
- Verdächtige sollen Lamberti für Mafia-Clan Bruzzaniti in tödliche Falle gelockt haben
- Clan versteckte gestohlene Millionen in der Schweiz über Briefkastenfirmen
Janine EnderliRedaktorin News
Am 3. Juli 2021 verschwand der Mailänder Unternehmer Pasquale Lamberti spurlos. Auf seinem Handy hinterliess er nur einen letzten Satz: «Ich bin in Lebensgefahr.» Was wie ein mysteriöser Vermisstenfall begann, enthüllte während fünf Jahren Mafia-Finanzverbrechen in grossem Ausmass. Doch von Lamberti fehlt bis heute jede Spur.
Seit Juli 2026 untersucht die italienische Justiz das Verschwinden Lambertis erneut und ermittelt nun formell wegen Mordverdachts, wie CH Media berichtet. Eine Leiche wurde nie gefunden.
Unternehmer in Falle gelockt
Bevor Lamberti verschwand, sicherte er auf seinem Smartphone fünf Namen möglicher Drahtzieher. Doch diese Liste enthält nicht die Namen von Renato M.* (59) und Emanuela C.* (61), die nun im Zentrum neuer Ermittlungen stehen.
Laut dem Bericht überführten Funkzellendaten das Paar, das Lamberti im Auftrag des kalabrischen Bruzzaniti-Clans in eine tödliche Falle gelockt haben soll. Diese Bande hatte Lamberti zuvor um Millionen betrogen und seine Firmen übernommen.
Briefkastenfirmen und Luxusautos
Die Spuren dieser Bande führen auch in die Schweiz. Die Beute parkte der Clan in der Schweiz. Ein Netz aus hiesigen Anwälten und Treuhändern verhalf den Mafiosi zu Konten, Briefkastenfirmen und Luxusautos.
Die Spur des mutmasslichen Killers führt zudem direkt in die hiesige Gastro-Szene. Auffällig: Der Verdächtige heisst wie der Schwiegersohn von Mafia-Chef «Beppe la Mucca», der einst von Lokalen im Aargau und in Solothurn aus den Schweizer Kokainhandel steuerte, heisst es im Bericht von CH Media.
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