E-Ferrari im Netz verspottet – nun bringt er 40 Millionen Dollar

- Der allererste Elektro-Ferrari (Modell Luce, Chassis-Nummer 0) hat bei einer Auktion in Pebble Beach 40 Millionen Dollar erzielt.
- Der Erlös geht vollständig an die wohltätige Ferrari-Stiftung – es ist ein Rekord für einen Neuwagen.
- Käufer soll laut «duPont Registry» der US-Investor und Milliardär Herbert «Herbie» Wertheim sein.
Der allererste Elektro-Ferrari, der in diesem Jahr zum kontroversesten Modell des italienischen Sportwagenbauers wurde, hat bei einer Auktion 40 Millionen Dollar (rund 32,3 Millionen Franken) eingebracht. Der Erlös der Versteigerung am Rande der Autoshow im kalifornischen Pebble Beach geht komplett an die wohltätige Ferrari-Stiftung.
Das Fahrzeug des Modells Ferrari Luce trägt die Chassis-Nummer 0 und ist damit das erste Produktionsfahrzeug der Baureihe. Abgesehen davon, dass es ein Unikat ist, gelten die 40 Millionen Dollar als Rekord für einen Neuwagen.
Herbert «Herbie» Wertheim soll der Käufer sein
Das Auktionshaus hält den Namen des Käufers geheim. Das Magazin «duPont Registry» will ihn dennoch kennen. Demnach ersteigerte der US-Investor und Unternehmer Herbert «Herbie» Wertheim das Fahrzeug.
Wertheim machte sein Vermögen mit optischen Produkten. Der gelernte Optiker und Erfinder gründete Brain Power Inc., ein Unternehmen für Tönungen von Brillengläsern. Er hält mehr als 100 Patente und baute über die Jahre ein Milliardenvermögen auf.

Aktie rauschte nach der Präsentation ab
Der Luce zum Preis ab 550'000 Euro wurde im Mai vorgestellt und sorgte schnell für heftige Debatten. Vor allem wurde das Design kritisiert, das stark vom typischen Aussehen der Ferrari-Sportwagen abweicht. Die Verrisse im Internet liessen zunächst den Aktienpreis der Traditionsfirma absacken, inzwischen liegt der Kurs aber deutlich höher als vor Vorstellung des Luce.
Trotz der Kritik sieht Ferrari eine «gesunde Nachfrage» bei der zahlungskräftigen Kundschaft für das Elektromodell. Der «Financial Times» zufolge wurden das diesjährige Luce-Verkaufsziel von rund 500 Fahrzeugen bereits Anfang Juli erreicht.
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Ex-Apple-Designchef Jony Ive war mit an Bord
Ferrari hatte sich für den Luce Unterstützung vom einstigen Apple-Designchef Jony Ive geholt, der unter anderem das Aussehen der iPhones und Mac-Computer über Jahre prägte.
Ive entwarf für den Elektro-Ferrari im Innenraum eine Mischung aus digitalen und analogen Bedienelementen. Der iPhone-Konzern hatte über Jahre selbst an einem Elektroauto gearbeitet, gab das Projekt aber schliesslich nach Milliardenausgaben auf.
Jonas Bucher ist Blattmacher und stellvertretender Co-Leiter des Newsdesks bei 20 Minuten. Er ist seit 25 Jahren in der Medienbranche tätig und 20 Minuten stets treu geblieben.
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