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Wednesday, October 7, 2026

Wer es schwer hat, wo es Hoffnung gibt – fünf Erkenntnisse

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Vier Spiele, zwölf Punkte: «Wir haben unsere Aufgabe erfüllt», bilanziert Murat Yakin (52) völlig richtig. Trotzdem weiss der Nati-Trainer die vier Siege richtig einzuordenen. «Man muss schon auch sehen, gegen welche Gegner wir gespielt haben.» In der aktuellen Weltrangliste liegen Schottland (43), Slowenien (52) und Nordmazedonien (71) alle deutlich hinter der neu auf Platz 12 rangierten Schweiz. Ein weiterer kleiner Kritikpunkt: Mit Ballbesitz-Fussball (64,8 Prozent im Schnitt) und hohem Pressing hat die Nati ihre Gegner zwar dominiert, laut Statistik haben sich die Schweizer in den vier Spielen aber nur Chancen für 6,6 Tore (Expected Goals) erspielt. Dafür hat sich Yakins Mannschaft enorm effizient gezeigt und trotzdem elf Tore erzielt.

Manzambi ist der Unterschiedsspieler

Zahlenmässig hat Johan Manzambi (20) nicht an seine überragende WM mit drei Toren und zwei Vorlagen anknüpfen können. Trotzdem haben seine Auftritte in der Nations League deutlich gemacht, dass der Genfer das neue Herzstück der Schweizer Offensive ist. So auch gegen Nordmazedonien (3:0), als er erst zur Pause kommt, dass Spiel aber sofort an sich reisst und sich mit einem Tor belohnt. «Er hat mit seiner Dynamik, seiner Spielfreude und seinem Tordrang Akzente gesetzt», fasst es Yakin zusammen. Mit seinen Auftritten sorgt Manzambi aber nicht nur bei seinem Trainer für Begeisterung, sondern auch beim Schweizer Publikum, das am Dienstagabend in Luzern mehrfach dessen Fan-Song anstimmt und ihn auch nach Schlusspfiff am meisten feiert.

Yakin ist nicht im Tüftel-Modus

Trotz vier Spielen in elf Tagen hat der Nati-Coach darauf verzichtet, seine Mannschaft gross umzustellen. In den ersten drei Spielen nahm er nur ein einziges Mal einen Wechsel in der Startelf vor. Erst im letzten Spiel gegen Nordmazedonien gab es fünf Veränderungen. Yakin hat seinen Mannschaftskern – und daran hat er auch in diesem Zusammenzug trotz vermeintlich leichteren Gegnern festgehalten. Er hat bewusst darauf verzichtet, den Abstieg aus der Liga A dafür nutzen, um junge Spieler in Ernstkämpfen ausführlich zu testen – mit zwei Ausnahmen. Von den 20 aufgebotenen Feldspielern haben sieben weniger als 45 Minuten Einsatzzeit bekommen. Das gilt auch für die beiden Offensiv-Juwele Winsley Boteli und Alvyn Sanches. Mit Joël Monteiro, Isaac Schmidt und Eray Cömert sind drei Spieler sogar ganz ohne Einwechslung geblieben.

Alternativen als Rechtsverteidiger

Fünf verschiedene Rechtsverteidiger hat Murat Yakin in den letzten acht Spielen eingesetzt. An der WM haben Denis Zakaria, Luca Jaquez und der inzwischen zurückgetretene Silvan Widmer diese Position bekleidet. Weil nun aber alle drei nicht zur Verfügung gestanden sind, hat der Nati-Coach mit Zachary Athekame und Sascha Britschgi zwei neue Alternativen ausprobiert. «Beide haben das in diesen Spielen richtig gut gemacht. Sie haben ihre Chance gepackt», findet Yakin. Um zur langfristigen Lösung auf der rechten Aussenbahn zu werden, fehlt aber beiden noch der Härtetest gegen einen Top-Gegner.

Der zweite Anzug sitzt

Es geht auch ohne Stammkräfte wie Granit Xhaka, Breel Embolo, Ruben Vargas und Denis Zakaria – zumindest gegen solche Gegner. Die grössten Profiteure der namhaften Ausfälle waren Zeki Amdouni und Ardon Jashari, die zu jeweils vier beziehungsweise drei Startelf-Einsätzen gekommen sind. Während der Milan-Profi im defensiven Mittelfeld etwas Zeit benötigt hat, um in die Xhaka-Rolle zu finden, hat der Burnley-Stürmer die Länderspiele genutzt, um ordentlich Selbstvertrauen zu tanken. Nicht nur hat Amdouni dreimal getroffen, er stand auch die viertmeisten Minuten aller Nati-Spieler auf dem Platz. Gleich dahinter folgt Jashari.

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