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Monday, September 21, 2026

Importstopp für Brasilien-Fleisch – wird Poulet jetzt teurer?

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  • Die Schweiz stoppt seit dem 3. September alle Rind- und Geflügelfleischimporte aus Brasilien.
  • Brasilien kann die verlangten Garantien zum Antibiotikaeinsatz in der Nutztierhaltung nicht ausreichend belegen.
  • Migros und Coop rechnen nur bei wenigen Produkten mit Auswirkungen, höhere Preise sind aber nicht ausgeschlossen.

Die Schweiz hat den Importstopp der EU übernommen. Das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) bestätigte gegenüber dem SRF-Konsumentenmagazin «Espresso» und Keystone-SDA, dass seit dem 3. September kein brasilianisches Rind- und Geflügelfleisch mehr eingeführt werden darf.

Hintergrund sind Vorgaben zur Bekämpfung von Antibiotikaresistenzen. Für Fleischimporte müssen Drittstaaten Garantien zum Einsatz von Antibiotika in der Nutztierhaltung vorlegen. Brasilien erfüllt diese Anforderungen derzeit nicht ausreichend, wie das BLV mitteilte. Die Vorschriften sollen insbesondere verhindern, dass sich Antibiotikaresistenzen ausbreiten.

Folgen bleiben überschaubar

Für Konsumentinnen und Konsumenten dürften die Folgen vorerst überschaubar bleiben. Fast 80 Prozent des Rindfleischs werden laut Angaben der Branchenorganisation Proviande, die SRF vorliegen, in der Schweiz produziert.

Beim Geflügel ist der Anteil aus Brasilien grösser: Rund 40 Prozent des Geflügels werden importiert, etwa ein Drittel davon aus Brasilien. Mit einem Engpass rechnet Proviande dennoch nicht. Höhere Preise könne man derzeit allerdings nicht ausschliessen.

Verbot muss nicht dauerhaft gelten

Migros und Coop erklärten gegenüber dem SRF-Konsumentenmagazin, dass bei ihnen nur wenige Produkte betroffen seien. Eine spätere Wiederaufnahme der Importe ist möglich, falls Brasilien die verlangten Garantien erbringt und die entsprechenden Zulassungen wieder erhält. Coop verweist auf Alternativen, Migros stellt bei einzelnen Convenience-Produkten wie Poulet-Nuggets auf Ware aus der EU um.

Das Verbot muss nicht dauerhaft gelten. Laut BLV werden die betroffenen brasilianischen Produkte derzeit in der EU überprüft. Bei einem positiven Ergebnis könnten die Importe später wieder zugelassen werden.

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Martine Anastasiou

Martine Anastasiou (man), Jahrgang 2001, arbeitet seit 2025 für 20 Minuten. Sie ist Redaktorin im Ressort Wirtschaft.

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