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Friday, September 18, 2026

«Looksmaxxing»-Influencer wegen Kinderpornografie festgenommen

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  • Der 18-jährige «Looksmaxxing»-Influencer Mason Hull wurde am 6. Mai in Florida wegen Besitzes von Kinderpornografie festgenommen.
  • Ihm werden 15 Fälle des Besitzes von Missbrauchsmaterial vorgeworfen – aufgedeckt wurde der Fall durch seine damalige Freundin.
  • Hull plädiert auf nicht schuldig; seine Kaution wurde nach einem mutmasslichen Verstoss gegen das Internet-Verbot widerrufen.

Mason Hull wurde mit Videos rund um das sogenannte «Looksmaxxing» bekannt – also dem Versuch, das eigene Aussehen gezielt zu optimieren. Auf Tiktok zählt er über eine halbe Million Followerinnen und Follower. Nun droht dem 18-Jährigen ein Strafprozess.

Mason Hull ist wegen Besitzes von kinderpornografischen Inhalten verhaftet worden.

Mason Hull ist wegen Besitzes von kinderpornografischen Inhalten verhaftet worden.Sarasota County Sheriff’s Office

Die Polizei im US-Bundesstaat Florida nahm Hull am 6. Mai fest. Bei der Untersuchung seines Handys sollen Ermittler Bild- und Videomaterial gefunden haben, das sexuellen Missbrauch von Kindern zeigt. Ihm werden 15 Fälle des Besitzes solchen Materials vorgeworfen. Hull weist die Vorwürfe vor Gericht zurück und hat auf nicht schuldig plädiert.

Freundin soll Material entdeckt haben

Ins Rollen kam der Fall laut Haftbefehl durch Hulls damalige Freundin. Sie habe sein Handy durchsucht, weil sie vermutet habe, dass er sie betrüge. Dabei soll sie auf Telegram-Nachrichten gestossen sein, in denen es um den Kauf von illegalem Material ging. Die Frau wandte sich daraufhin an die Polizei.

Laut «TMZ» soll Hull bei einer ersten Befragung mit den Ermittlern gesprochen haben. Den Unterlagen zufolge gab er damals an, nach «Tabu»-Pornografie gesucht zu haben und zweimal Geld für Videos bezahlt zu haben. Diese Angaben sind Teil der Ermittlungsakten. Ob und in welchem Umfang sie im Verfahren Bestand haben, muss nun das Gericht klären.

Wie gehst du mit Influencern um, denen schwere Straftaten vorgeworfen werden?

Internet-Verbot nach Freilassung

Hull kam zunächst gegen Kaution frei. Dabei wurde ihm laut «TMZ» unter anderem untersagt, das Internet zu benutzen. Die Staatsanwaltschaft warf ihm später vor, gegen diese Auflage verstossen zu haben. Zuletzt teilte Hull am Freitag einen Beitrag auf Instagram.

Seine Anwälte argumentierten dem Bericht zufolge, ein vollständiges Internet-Verbot treffe Hull besonders hart: Als Influencer sei das Netz ein wesentlicher Bestandteil seiner Arbeit und seines Einkommens. Seine Kaution wurde später widerrufen.

Prozess steht noch aus

Hull gilt bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung als unschuldig. Die Vorwürfe gegen ihn sind bislang nicht gerichtlich bewiesen.

Der Fall hatte schon nach seiner Festnahme grosse Aufmerksamkeit ausgelöst. Die Polizei verwies damals ausdrücklich auf Hulls grosse Reichweite in sozialen Medien und rief mögliche weitere Hinweisgeber dazu auf, sich zu melden. Nun will Hull die 15 Anklagepunkte vor Gericht anfechten.

Bist du minderjährig und von sexualisierter Gewalt betroffen? Oder kennst du ein Kind, das sexualisierte Gewalt erlebt?

Hier findest du Hilfe:

Kokon, Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene

Castagna, Beratungsstelle bei sexueller Gewalt im Kindes- und Jugendalter

Clickandstop.ch, Online-Meldestelle der Stiftung Kinderschutz Schweiz

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

Bist du selbst pädophil und möchtest nicht straffällig werden? Hilfe erhältst du bei Forio, Beforemore und bei den UPK Basel.

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Ammar Jusufi

Ammar Jusufi (amj), Jahrgang 2001, arbeitet seit November 2024 für 20 Minuten. Nach seinem Praktikum im Ressort Ostschweiz ist er nun Redakteur im Ressort People.

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