Lehrperson hat Tuberkulose – jetzt werden Schulkinder untersucht

- Bei einer Lehrperson der Primarschule Bottmingen BL wurde Tuberkulose festgestellt.
- Mehr als 100 Kinder zwischen 8 und 12 Jahren werden deshalb vorsorglich am UKBB untersucht.
- Die Lehrperson wird medizinisch behandelt und unterrichtet derzeit nicht – der Schulbetrieb läuft normal weiter.
An der Primarschule Bottmingen BL ist bei einer Lehrperson Tuberkulose festgestellt worden. Weil sie mehrere Klassen unterrichtete, müssen nun mehr als 100 Schülerinnen und Schüler im Alter von 8 bis 12 Jahren vorsorglich medizinisch untersucht werden. Das teilt der Kanton Basel-Landschaft mit.
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Die betroffenen Kinder hatten während des Unterrichts über einen längeren Zeitraum Kontakt mit der Lehrperson. Nun werden sie gruppenweise am Universitäts-Kinderspital beider Basel (UKBB) abgeklärt. Dort findet eine ärztliche Beurteilung statt.
Vorgehen richtet sich nach Alter der Kinder
Falls medizinisch angezeigt, wird zusätzlich eine Röntgenaufnahme des Brustkorbs gemacht. Das genaue Vorgehen richtet sich nach dem Alter der Kinder und den medizinischen Vorgaben.
Was ist Tuberkulose?
Tuberkulose (TB) ist laut Lungenliga Schweiz eine ansteckende Krankheit, die durch Bakterien verursacht wird und meist die Lunge befällt. Übertragen wird sie über die Luft. Eine Infektion führt jedoch nicht automatisch zu einer Erkrankung: Nur bei etwa fünf bis zehn Prozent der Infizierten bricht Tuberkulose aus. In der Schweiz erkranken jährlich rund 500 Personen. Die Krankheit ist in den meisten Fällen gut behandelbar und heilbar.
Die Eltern wurden am Mittwochnachmittag von der Schulleitung in Zusammenarbeit mit der Lungenliga und dem Kantonsärztlichen Dienst informiert. Für ihre Fragen wurde eine Hotline eingerichtet. Über die Ergebnisse der Untersuchungen werden die Eltern direkt informiert.
Nicht alle Kinder müssen zur Untersuchung
Die betroffene Lehrperson befindet sich inzwischen in medizinischer Behandlung und unterrichtet derzeit nicht mehr. Auswirkungen auf den Schulbetrieb hat der Tuberkulosefall laut Kanton nicht: Der Unterricht kann wie gewohnt stattfinden.
Auch müssen nicht sämtliche Kinder und Lehrpersonen der Primarschule zur Untersuchung. Wer keinen engen und regelmässigen Kontakt mit der betroffenen Lehrperson hatte, muss nicht medizinisch abgeklärt werden.
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