Djokovic verzückt Basler Publikum mit Sätzen auf Deutsch

Darum gehts
- Novak Djokovic gewinnt bei den Swiss Indoors in Basel seine Startrunde gegen Ugo Humbert.
- Der Serbe dreht in der vollen St. Jakobshalle einen 0:1-Satzrückstand, angefeuert von vielen serbischen Fans.
- Im Interview spricht der 39-Jährige Deutsch und sagt: «Ich habe viele Worte vergessen.»
Rappelvoll ist die St. Jakobshalle, als Novak Djokovic zum ersten Mal seit 15 Jahren wieder auf Basler Boden aufschlägt. Angefeuert von einer Vielzahl seiner Landsleute beweist der 24-fache Grand-Slam-Champion Moral und dreht einen 0:1-Satzrückstand gegen den Franzosen Ugo Humbert noch zum Sieg.
«Es hat eine Weile gedauert, bis ich mich an das Tempo gewöhnt habe und mich etwas wohler fühlte», sagt Djokovic nach seinem Startrundensieg an den Swiss Indoors in der Mixed Zone. «Die grossartige Unterstützung des Publikums hat mich in entscheidenden Momenten wirklich getragen und mir Kraft gegeben.»
Das Publikum überrascht den Djoker
Der 39-jährige Altmeister freut sich über den grossen Support seiner Anhänger. «Ich weiss, dass es in der Schweiz eine grosse serbische Gemeinschaft gibt. Deshalb habe ich immer gehofft, dass sie zu den Matches kommen und mich unterstützen können.»
An der Heimstätte seines langjährigen Rivalen Roger Federer auf derart viel Liebe zu stossen, scheint der Djoker nicht auf dem Zettel gehabt zu haben: «Die Art, wie mich das Publikum heute hier empfangen hat, hat mich wirklich überrascht. Dafür bin ich sehr dankbar.»
Novak Djokovic kann immer noch Deutsch
Im On-Court-Interview mit Moderator und Ex-Profi Marco Chiudinelli sammelt Djokovic mit einigen Sätzen auf Deutsch wohl auch Sympathiepunkte bei vielen Zuschauern ohne serbische Wurzeln. «Danke schön. Vielen Dank. Danke für die Unterstützung. Vielleicht spreche ich Ende der Woche ein bisschen Deutsch», sagt der Tennis-Superstar. Fast schon entschuldigend schiebt er hinterher: «Es ist der erste Tag hier. Ich habe viele Worte vergessen.»
Dass Djokovic über Deutschkenntnisse verfügt, hängt auch mit den Anfängen seiner Karriere zusammen. Im Alter von zwölf Jahren kam der spätere Weltsportler nach Deutschland und trainierte rund viereinhalb Jahre lang an der Tennis Academy seines Förderers Nikola Pilić in Oberschleissheim bei München. Später arbeitete er zudem von Ende 2013 bis Dezember 2016 drei Jahre mit der deutschen Tennislegende Boris Becker als Trainer zusammen.
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Florian Gnägi (flo) arbeitet seit 2021 für 20 Minuten im Ressort Sport. Seine grösste Expertise hat er auf den Themengebieten Fussball und Tennis.
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