Das musst du über die Ultimate Championships wissen: Acht Schweizer sind bei der 10-Millionen-Dollar-Sause dabei
Das musst du über die Ultimate Championships wissen
Acht Schweizer sind bei der 10-Millionen-Dollar-Sause dabei
Das höchste Preisgeld in der Geschichte, die Besten der Welt und acht Schweizer mittendrin: In Budapest feiert die Leichtathletik ein neues Spektakel. Aber wie funktioniert das Ganze eigentlich? Die wichtigsten Fragen und Antworten zu den World Ultimate Championships.
Publiziert: vor 9 Minuten
Darum gehts
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- World Ultimate Championships debütieren vom 11. bis 13. September in Budapest
- 381 Athletinnen und Athleten aus 65 Nationen kämpfen um 8,10 Millionen Franken
- Acht Schweizer qualifiziert, darunter ungeschlagene Audrey Werro und Angelica Moser
Yara VettigerReporterin Sport
Am Freitag startet in Budapest ein neues Kapitel der Leichtathletik. Die World Ultimate Championships sollen die «Champions der Champions» küren – mit den besten Athletinnen und Athleten der Welt, einem kompakten Programm und dem grössten Preisgeld-Topf der Leichtathletik-Geschichte.
Auch die Schweiz ist bei der Premiere prominent vertreten. Acht Schweizerinnen und Schweizer haben sich für die dreitägige Veranstaltung qualifiziert.
Was sind die World Ultimate Championships überhaupt?
Die World Ultimate Championships sind ein neues Format von World Athletics. Die Premiere findet vom 11. bis 13. September in Budapest statt.
Die Idee dahinter: In Jahren ohne Weltmeisterschaften soll die Leichtathletik trotzdem einen globalen Saisonhöhepunkt erhalten. 2026 gibt es weder eine WM noch Olympische Spiele. Deshalb will World Athletics mit den Ultimate Championships die Lücke schliessen.
Findet der Anlass künftig alle vier Jahre statt?
Nein. Die Ultimate Championships sollen alle zwei Jahre durchgeführt werden. Die nächste Ausgabe ist bereits für August 2028 geplant – im Anschluss an die Olympischen Spiele in Los Angeles. Das Format soll künftig jeweils dann stattfinden, wenn keine WM den Saisonabschluss bildet.
Wo und wann wird gekämpft?
Die Premiere steigt im Gyula-Zsivotzky-Stadion in Budapest. Von Freitag bis Sonntag steht jeweils eine Abendsession auf dem Programm. Insgesamt werden 26 Einzel- und zwei Mixed-Staffel-Wettbewerbe ausgetragen.
Der Zeitplan:
Freitag, 11. September: ab 19 Uhr
Samstag, 12. September: ab 18 Uhr
Sonntag, 13. September: ab 18 Uhr
SRF, RTS und RSI übertragen die Wettkämpfe live im TV und/oder online.
Wie konnte man sich qualifizieren?
Das Teilnehmerfeld ist stark limitiert. Pro Disziplin sind zwischen 8 und 16 Athletinnen und Athleten am Start.
Automatisch qualifiziert waren die Olympiasieger von Paris 2024 und die Weltmeister von Tokio 2025. Falls sie noch keinen Startplatz hatten, erhielten auch die Sieger der Diamond-League-Saison 2026 eine Einladung.
Die übrigen Plätze wurden über die Weltrangliste vergeben. Zusätzlich gibt es Startplätze für die Gastgebernation Ungarn und drei Wildcards. Diese gingen an die Lauf-Weltrekordler Josh Kerr aus Grossbritannien und Jakob Ingebrigtsen aus Norwegen sowie an Hochsprung-Star Gianmarco Tamberi aus Italien. Insgesamt sind 381 Athletinnen und Athleten aus 65 Nationen dabei.
Die heissesten Schweizer Eisen
Audrey Werro: Die 22-jährige Fribourgerin ist das heisseste Schweizer Eisen. Sie ist in dieser Freiluftsaison ungeschlagen, gewann in Birmingham EM-Gold im 800-Meter-Lauf und siegte in allen sechs Diamond-League-Rennen. In Budapest trifft sie unter anderem auf Femke Broeders-Bol und Keely Hodgkinson.
Angelica Moser: Die Stabhochspringerin wurde in Birmingham zum zweiten Mal Europameisterin und holte beim Diamond-League-Final Silber. In Budapest bekommt sie es unter anderem mit den US-Stars Hana Moll, Sandi Morris und Katie Moon zu tun.
Simon Ehammer: Der Weitspringer gewann in Birmingham Silber und wurde beim Diamond-League-Final Dritter. Zu seinen härtesten Konkurrenten gehören Olympiasieger Miltiadis Tentoglou und Tajay Gayle.
Jason Joseph: Der Europameister über 110 Meter Hürden trifft in Budapest auf ein starkes US-Aufgebot. Mit Ja’Kobe Tharp und Cordel Tinch stehen auch der Weltrekordhalter und der Weltmeister am Start.
Timothé Mumenthaler: Der Genfer holte in Birmingham Bronze über 200 Meter. In Budapest muss er sich zunächst über den Halbfinal für den Final qualifizieren.
Fabienne Hoenke: Die 200-Meter-Läuferin wurde bei der EM in Birmingham Vierte. Auch sie kämpft am Sonntag zunächst um den Finaleinzug.
Veronica Vancardo: Die Fribourgerin sicherte sich mit Platz 3 beim Diamond-League-Final über 800 Meter in Brüssel den letzten freien Startplatz. Sie lief diesen Sommer bereits acht Mal unter 2 Minuten.
Valentina Rosamilia: Auch die Aarauerin gehört zum Schweizer 800-Meter-Trio. Sie überzeugte in dieser Saison mit starken Leistungen und blieb neun Mal unter der 2-Minuten-Marke.
Wie hoch ist das Preisgeld?
Es geht um sehr viel Geld. Insgesamt werden 10 Millionen US-Dollar ausgeschüttet – umgerechnet rund 8,10 Millionen Franken.
Die Siegerinnen und Sieger der 26 Einzeldisziplinen erhalten jeweils 150'000 Dollar. Für Platz 2 gibt es 75'000 Dollar, Rang 3 wird mit 40'000 Dollar belohnt.
Auch die weiteren Ränge werden bezahlt. Selbst Platz 16 in den Sprintdisziplinen, in denen Halbfinals ausgetragen werden, ist noch 2000 Dollar wert.
Bei den beiden Staffeln beträgt das Preisgeld für die ersten drei Teams 80'000, 40'000 und 24'000 Dollar.
Zum Vergleich: Beim Diamond-League-Final in Brüssel gab es für einen Sieg 30'000 Dollar.
Gibt es für die Top 3 auch Medaillen?
Nein. Auf Gold-, Silber- und Bronzemedaillen verzichten die Organisatoren bewusst. Stattdessen erhält jeder Teilnehmer ein personalisiertes Armband. Die Sieger bekommen zusätzlich eine speziell entwickelte Trophäe. Diese wird erst vollständig, wenn das jeweilige Armband eingesetzt wird.
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