Katalonien – Heftige Unwetter in Spanien fordern drei Tote

- Bei heftigen Unwettern sind in Spanien mindestens drei Menschen ums Leben gekommen.
- Eine weitere Person wird vermisst.
- Besonders stark betroffen sind Barcelona und angrenzende Regionen im Nordosten des Landes.
In Katalonien fielen am Samstag und in der Nacht auf Sonntag örtlich mehr als 200 Liter Regen pro Quadratmeter. Das teilt der regionale Wetterdienst Meteocat mit. Strassen, Keller und Erdgeschosse liefen voll, Bäume stürzten um und Flüsse traten über die Ufer.
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Bild 1 von 4. In El Masnou am Stadtrand von Barcelona, in der Riera d'Alella, stürzte wegen der Unwetter eine Mauer ein. Bildquelle: REUTERS/Albert Gea.
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Bild 2 von 4. In der Nähe von Barcelona wurde ein Strassenabschnitt überflutet. Foto wurde am 4. Oktober aufgenommen. Bildquelle: REUTERS/Albert Gea.
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Bild 3 von 4. In Sant Adria de Besos am Stadtrand von Barcelona, wurden Spielplätze überflutet. Bildquelle: REUTERS/Horaci Garcia.
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Bild 4 von 4. Die Strassen sind stark überflutet, hier in L'Hospitalet de Llobregat am Stadtrand von Barcelona, am 4. Oktober. Bildquelle: AP/Europa Press/Lorena Sopena.
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In Tordera, rund 65 Kilometer nordöstlich von Barcelona, starb ein Mann, als eine Mauer auf ihn stürzte. Das sagte die Bürgermeisterin Elisabet Magias dem Sender Canal 24. In Montornès de Vallès kam nach Angaben der Feuerwehr eine weitere Person ums Leben. In der Region von Pineda de Mar suchten die Einsatzkräfte nach einem Vermissten. Bereits am Samstag war eine 102-jährige Frau in ihrem Haus in Madrigueras in Kastilien-La Mancha ertrunken. Regierungschef Pedro Sánchez sprach den Angehörigen sein Beileid aus.
Mehr als tausend Notrufe in Katalonien
Besonders stark trafen die Unwetter die Region rund um Barcelona. In L'Hospitalet de Llobregat, das direkt an Barcelona grenzt, standen Strassen unter Wasser. Bilder zeigen Menschen, die durch knietiefes Wasser in ihren Häusern wateten.
Die katalanische Feuerwehr erhielt in der Nacht auf Sonntag mehr als tausend Notrufe. Die meisten Einsätze betrafen überflutete Keller und Wohnungen sowie umgestürzte Bäume. Einsatzkräfte befreiten zudem mehrere Menschen aus Fahrzeugen, die vom Wasser eingeschlossen worden waren. Auch im Baskenland kam es nach heftigen Regenfällen zu Überschwemmungen und überfluteten Strassen.
Wärmeres Mittelmeer begünstigt Starkregen
Wetterexperten schätzen, dass der Klimawandel das Risiko für heftige Niederschläge erhöht. Eine Rolle spielt dabei auch das wärmere Mittelmeer. Im vergangenen Sommer wurden dort Wassertemperaturen von bis zu 33 Grad gemessen. Nach Angaben des spanischen Wetterdienstes Aemet verdunstet bei höheren Wassertemperaturen mehr Wasser. Dadurch gelangt mehr Feuchtigkeit in die Atmosphäre. Treffen die feuchten Luftmassen auf eine Kaltfront, können daraus grosse Niederschlagsmengen entstehen.
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