Überraschende Wahl: Serbe ist neuer FC-Basel-Trainer

Darum gehts
- Der FC Basel hat nach dem Rauswurf von Stephan Lichtsteiner einen neuen Trainer gefunden.
- Slavisa Jokanovic übernimmt die Stelle und soll einen Vertrag bis Saisonende erhalten.
- Der Serbe führte einst Watford (2015) und Fulham (2018) in die Premier League.
Nach dem Rausschmiss von Stephan Lichtsteiner ist nun fix, wie es bei Rotblau weitergeht. Slavisa Jokanovic übernimmt als Trainer und erhält einen Vertrag bis zum Saisonende. Dies vermeldet der FC Basel in einem Communiqué.
«Slavisa Jokanovic eilt der Ruf voraus, Mannschaften auch in schwierigen Situationen rasch stabilisieren und erfolgreich weiterentwickeln zu können», schreiben die Basler in der Mitteilung. Wichtig zu erwähnen: Der bisherige Assistenztrainer und aktuelle Interimstrainer Luigi Nocentini verlässt den Club.
Viel Erfahrung
In der Saison 2014/15 übernahm er den FC Watford während der laufenden Spielzeit, führte das Team zu mehr Stabilität und schaffte mit attraktivem Offensiv-Fussball den Aufstieg in die Premier League. Auch bei Fulham FC stellte er seine Qualitäten unter Beweis.
Nach der Übernahme in der Saison 2015/16 sicherte er dem Club zunächst den Klassenerhalt in der zweithöchsten englischen Liga, ehe ihm in der Saison 2017/18 der Aufstieg in die Premier League gelang. Zuletzt trainierte er Al Nasr in Dubai.
Als Spieler stand Jokanovic unter anderem für Deportivo La Coruña oder den FC Chelsea unter Vertrag. Und auch mit dem FC Basel hatte Jokanovic bereits Berührungspunkte: Als Cheftrainer von Maccabi Tel Aviv setzte er sich in der Saison 2015/16 in den Play-offs zur Champions League gegen Rotblau durch und qualifizierte sich somit für die Gruppenphase.
Das sagt der neue FCB-Trainer
«Der FC Basel ist eine Top-Adresse im internationalen Fussball. Die aktuelle Situation stellt für mich eine spannende und anspruchsvolle Herausforderung dar, die ich mit grosser Motivation annehme», sagt Slavisa Jokanovic.
Und weiter: «Bei meiner Analyse habe ich den Eindruck gewonnen, dass das vorhandene Kader über enormes Potenzial verfügt und bessere Leistungen zeigen kann, als dies zuletzt der Fall war. Nun gilt es, gemeinsam mit meinem Staff an den richtigen Stellschrauben zu drehen, damit dieses Potenzial auch auf dem Platz sichtbar wird. Ich freue mich sehr darauf, die Mannschaft nächste Woche kennenzulernen.»
«Er versteht es, seinen offensiv ausgerichteten Spielstil innert kurzer Zeit zu vermitteln»
Andreas Herrmann, Technischer Direktor, sagt: «Slavisa Jokanovic zeichnet sich durch seinen Pragmatismus, seine Anpassungsfähigkeit und seine Gabe aus, sich schnell in bestehende Kaderstrukturen einzuarbeiten.»
Und weiter: «Er versteht es, seinen offensiv ausgerichteten Spielstil innert kurzer Zeit zu vermitteln und hat in seiner Karriere mehrfach bewiesen, dass er Mannschaften rasch stabilisieren und weiterentwickeln kann. Im Evaluationsprozess hat er die Herausforderungen unserer aktuellen Situation sofort erkannt und uns von Beginn weg ein sehr gutes Gefühl vermittelt.»
Nils Hänggi (nih) ist seit 2019 bei 20 Minuten. Er ist Sportredakteur und Teil des Social Responsibility Boards. Er schreibt oft übers Thema Fussball.
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