Favorit sagt ab: Wer tritt in die Fussstapfen von Sandro Brotz?

- Sandro Brotz wechselt ab Februar 2027 von SRF zu «Blick» – nun sucht SRF eine Nachfolge für die Moderation der «Arena».
- Favorit Mario Grossniklaus hat eine Kandidatur ausgeschlossen und will sich laut eigenem Instagram-Post nicht bewerben.
- Die Stelle ist ausgeschrieben, das Bewerbungsfenster läuft bis zum 18. Oktober 2025.
Sandro Brotz (56) wechselt ab Februar 2027 von SRF zu «Blick». Bei der Neubesetzung der Moderationsrolle der «Arena» orientiert sich SRF an publizistischen, fachlichen und formatbezogenen Kriterien. «Für die ‹Arena› sind insbesondere journalistische Erfahrung, politische Kompetenz, Gesprächsführung, Live-Erfahrung sowie die Fähigkeit, kontroverse Debatten fair und ausgewogen zu moderieren, entscheidend», so der Sender auf Anfrage.
Als Favorit galt Mario Grossniklaus. Der jahrelange Vertreter von Sandro Brotz hat aber bereits bekannt gegeben, den Posten nicht zu übernehmen. «Wenn die Gerüchteküche brodelt, sollte man Klarheit schaffen: Nein, ich werde mich nicht für die Nachfolge meines geschätzten Kollegen bewerben», schreibt der 49-Jährige auf Instagram. Wer käme sonst infrage?
Was findest du bei der Nachfolge von Sandro Brotz am wichtigsten?
Nathalie Christen
Die 55-Jährige verfügt über Bundeshaus-Know-how, ist frühere Produzentin und stellvertretende Leiterin der «Arena» und hat zudem bereits Vertretungsmoderationen übernommen. Ihr Stil («hart, aber fair») passt zur Rolle. Sie könnte dem Format journalistisch mehr Präzision und zugleich sichtbar weibliche Führung geben. Ihre bestehende Rolle als Bundeshauskorrespondentin und «Samstagsrundschau»-Moderatorin macht die Personaldisposition anspruchsvoll.
Barbara Lüthi
Als «Club»-Moderatorin hat sie viel Erfahrung in der Gesprächsmoderation und ist kamera- und konfliktfest. Das Profil der 53-Jährigen ist jedoch stärker international-gesellschaftlich als innenpolitisch.
Urs Gredig
Der 56-Jährige ist bereits ein sehr bekannter Moderator und wäre dem Publikum dadurch sofort glaubwürdig. Seine Sendung «Gredig direkt» ist aber stärker auf Einzelinterviews angelegt. Die «Arena» verlangt Taktung, Gesprächsführung, Streitregie und tiefes Dossierwissen in der Schweizer Tagespolitik.
Urs Leuthard
Er moderierte das Format von 2002 bis 2008. Heute ist der 63-Jährige Leiter der TV-Bundeshausredaktion. Eine Rückkehr ist eher unrealistisch. Es wäre ein Rückschritt in eine frühere Funktion und ein Verlust auf einer Schlüsselposition.
Bei der Auswahl stehe das Alter nicht im Vordergrund, wie SRF erklärt. Wieso also nicht ein wenig frischer Wind für die «Arena»? Ein junges SRF-Gesicht wie Livio Carlin (31), Lena Oppong (34) oder Donat Hofer (39) könnte das Format in eine neue Richtung steuern und ein dementsprechendes Publikum anziehen.
SRF hat die Stelle unterdessen offiziell ausgeschrieben. Auch externe Personen werden in Betracht gezogen. Das Bewerbungsfenster ist bis zum 18. Oktober geöffnet, direkt im Anschluss starten die Bewerbungsgespräche. SRF will zu gegebener Zeit über die Nachfolge informieren.
Leonie Projer (pro), Jahrgang 1997, ist stellvertretende Leiterin im Ressort People und arbeitet seit Oktober 2022 bei 20 Minuten. Ihre ersten journalistischen Erfahrungen sammelte sie bei Tele M1 und «ArgoviaToday».
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