Der FCZ kanns nicht ohne Wachrüttler Koller: «Ich musste wieder laut werden in der Kabine»
Der FCZ kanns nicht ohne Wachrüttler Koller
«Ich musste wieder laut werden in der Kabine»
Obwohl der FCZ gegen Sion über eine Stunde in Überzahl spielen konnte, gibts am Ende ein 1:1. Bitter: Sion übernahm nach dem Platzverweis die Spielkontrolle – etwas, was FCZ-Trainer Marcel Koller und Captain Lindrit Kamberi sauer aufstosst.
Publiziert: vor 18 Minuten
Darum gehts
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- FCZ spielt 1:1 gegen Sion im Tourbillon nach langer Überzahl
- Sions Sylla sah nach VAR-Eingriff Rot für ein Foul an Kamberi
- FCZ-Captain kritisiert Leistung, Trainer Koller fordert mehr Einsatz
Andri BäggliRedaktor Sport
FCZ-Captain Lindrit Kamberi läuft nicht rund, als er nach dem Punktgewinn in Sion in die Interviewzone kommt. In der 27. Minute wurde der Innenverteidiger von Sions Fodé Sylla ohne Not niedergemäht. Sylla, der unter der Woche beim 5:2-Sieg gegen GC noch einer der Matchwinner war, trifft Kamberi in dessen Strafraum mit offener Sohle knapp unterhalb des Knies.
Schiedsrichter Luca Piccolo zückt erst Gelb, ändert dann aber seine Meinung, nachdem er von VAR Nico Gianforte an den Bildschirm gebeten wird, und stellt Sylla vom Platz. «Ich hatte ziemliche Schmerzen und wollte deshalb eigentlich liegenbleiben. Doch ich habe bemerkt, dass niemand reagiert. Ich dachte mir: Das muss doch jeder gesehen haben.» Er habe sich dann überlegt, ob er nur von Syllas Knie getroffen wurde, doch ein Blick auf sein Bein habe ihm gezeigt, dass dem nicht so war.
Sion wird nach Roter Karte besser
Zum Zeitpunkt des Platzverweises führen die Zürcher nach einer dominanten Startphase bereits mit 1:0. Baltazar Costa verursachte etwas leichtsinnig einen Penalty, FCZ-Stürmer Philippe Kény verwandelte souverän. Wer aber denkt, dass der FCZ alles im Griff hat, irrt sich. Sion wird besser und gleicht ebenfalls per Penalty aus. Shootingstar Winsley Boteli verlädt FCZ-Goalie Silas Huber. Bis zur Pause bekunden die Zürcher Mühe mit der Überzahlsituation und gewähren den Wallisern immer wieder Räume.
Erst nach dem Seitenwechsel wird der Spieler-Vorteil ersichtlich. Zürich ist besser, rennt an, doch wird nur selten wirklich gefährlich. Von Sion kommen nur noch Entlastungskonter – am Ende bleibts beim 1:1 im Tourbillon. Aufgrund der langen Überzahl ist man unzufrieden beim FCZ: «Wenn man nach 25 Minuten ein Mann mehr ist, ist es nur für den Gegner ein gewonnener Punkt.» Man habe das Glück nicht erzwingen können, so der Captain. Kamberi weiss, dass er und seine Mitspieler nach der Roten Karte zu wenig gemacht haben: «Bis zum Abpfiff der ersten Hälfte war es nicht gut. Wir haben ein paar Prozente nachgelassen. Wir haben es in der ersten Halbzeit verspielt.»
Koller wird laut
Auch Trainer Marcel Koller war nach dem Schlusspfiff nicht einverstanden mit dem, was seine Spieler gegen Ende der ersten Hälfte gezeigt hatten: «Ich musste wieder laut werden in der Kabine. Wir haben mit einem Mann mehr gespielt. Es kann nicht sein, dass wir dem Ball hinterherlaufen. In der zweiten Halbzeit war es besser, aber wir können noch mehr.»
Man benötige noch mehr Zeit für die Entwicklung, propagiert Koller immer wieder. Das ist auch der Grund, warum Koller in Sion nur zwei Wechsel vorgenommen hat: «Wir haben auf der Bank sehr talentierte Spieler. Es ist aber sehr schwierig, reinzukommen. Es ist nicht die beste Idee, in solch einer Partie Spieler zu bringen, die noch keinen Einsatz in der Liga hatten.»
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Lugano | 8 | 16 | 22 | |
2 | BSC Young Boys | 9 | 13 | 19 | |
3 | FC Sion | 9 | 9 | 19 | |
4 | FC Basel | 8 | 2 | 13 | |
5 | FC Luzern | 9 | -1 | 12 | |
6 | FC Zürich | 9 | -6 | 11 | |
7 | Servette FC | 9 | -2 | 10 | |
8 | FC St. Gallen | 8 | -5 | 10 | |
9 | Grasshopper Club Zürich | 9 | -11 | 8 | |
10 | FC Thun | 8 | -9 | 7 | |
11 | FC Vaduz | 8 | -2 | 6 | |
12 | FC Lausanne-Sport | 8 | -4 | 6 |
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