WM in Rotterdam – Am Barren überragend: Schweizer turnen auf den 5. WM-Rang

- Die Schweizer Kunstturner legen an der WM in Rotterdam einen fantastischen Teamfinal hin und belegen den 5. Schlussrang.
- Das STV-Quintett überzeugt mit quasi fehlerlosen Übungen.
- Gold geht in einem engen Vierkampf an Japan vor Russland und China. Grossbritannien geht leer aus.
Die Schweiz ist eine Barren-Nation: Im WM-Teamfinal turnten Mehrkampf-Schweizermeister Matteo Giubellini (14,300), Noe Seifert (14,266) und Mattia Piffaretti (14,200) alle zu über 14 Punkten. Nur die Chinesen und Russen waren an diesem Gerät besser.
Auch an den übrigen Geräten turnte das durch Florian Langenegger und Dominic Tamsel ergänzte Quintett äusserst stark. Wie von Trainer Claudio Capelli gewünscht, gab es einen komplett sturzfreien Wettkampf – im Gegensatz zu praktisch allen anderen Nationen. Geringfügige Abzüge gab es höchstens für kleine Ausfallschritte.
Schweiz vor den USA
In den Kampf um die Medaillen konnte die Schweiz erwartungsgemäss nicht eingreifen, doch man konnte die höher eingeschätzten USA um über 1,3 Zähler hinter sich lassen. Die Amerikaner patzten an mehreren Geräten.
Mit insgesamt 246,497 Punkten übertrafen die Schweizer das schon gute Ergebnis aus der Qualifikation (244,430) um über zwei Punkte. Am höchsten bewertet wurde neben den Barren-Übungen Langeneggers Sprung (14,066). Dreimal die glatte 14 gab es zudem für Seifert am Reck sowie für Langenegger und Giubellini am Pauschenpferd.
Herauszuheben ist der nervenstarke Wettkampf des amtierenden Schweizer Mehrkampfmeisters Giubellini, der gleich an fünf Geräten antrat.
Gold an Japan
Der Kampf um die WM-Medaillen blieb bis zur letzten Rotation offen. Japan, China, Grossbritannien und Russland waren nur durch wenige Zehntel getrennt – und das Klassement wurde durch mehrere Stürze durcheinandergewirbelt.
Letztlich führte der dreifache Olympiasieger Daiki Hashimoto mit einer überragenden Reck-Übung die Japaner zu Gold. Die unter neutraler Flagge antretenden Russen holten Silber, die Chinesen Bronze.
Unterbruch durch Boden-Reparatur
Verzögert wurde der Teamfinal durch eine Panne: Der Wettkampf am Boden musste unterbrochen werden, offensichtlich um defekte Federungen auszutauschen.
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