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Thursday, September 10, 2026

Gletscher gibt Flugzeugwrack nach über 60 Jahren frei

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  • Ein Berggänger hat am Hüfifirngletscher in Uri Wrackteile entdeckt, die vermutlich von einem 1963 abgestürzten Flugzeug stammen.
  • Das Schmelzen des Gletschers hat die Überreste nach mehr als 60 Jahren wieder ans Licht gebracht.
  • Am 3. September wurden rund 250 Kilogramm Material geborgen und zur fachgerechten Entsorgung übergeben.

Ein Berggänger hat am Hüfifirngletscher mehrere Wrackteile entdeckt, die vermutlich von einem Flugzeug stammen, und die Kantonspolizei Uri informiert. Diese zog die Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle (Sust) bei. Deren Abklärungen ergaben, dass die Teile aus Leichtmetall eines Flugzeugs bestehen.

Welches Flugzeug genau abgestürzt ist, lässt sich bisher nicht eindeutig sagen – unter anderem, weil wichtige Teile wie der Motor fehlen. Mit grösster Wahrscheinlichkeit handelt es sich jedoch um ein Flugzeug, das 1963 an dieser Stelle abgestürzt war.

250 Kilogramm Material geborgen

Am Donnerstag, 3. September 2026, wurden die gefundenen Teile geborgen. Die Sust organisierte den Einsatz, an dem auch ein privates Helikopterunternehmen, ein privates Transportunternehmen, die Kantonspolizei Uri und das Gebirgsdetachement der Schweizer Luftwaffe beteiligt waren. Insgesamt wurden rund 250 Kilogramm Material geborgen. Ein Recyclingbetrieb wird die Teile fachgerecht entsorgen.

Nach dem Unfall von 1963 waren die Wrackteile nicht geborgen worden. Bei Abstürzen in schwer zugänglichem alpinem Gelände war das damals wegen der begrenzten technischen Möglichkeiten nicht ungewöhnlich. Erst durch das Abschmelzen des Gletschers wurden die Überreste nach mehr als 60 Jahren wieder sichtbar.

Verhalten bei solchem Fund

Die Kantonspolizei weist darauf hin, wie sich Personen bei einem solchen Fund verhalten sollen: Wer auf einem Gletscher oder im alpinen Gelände Wrackteile oder andere auffällige Gegenstände entdeckt, soll den Fundort möglichst genau markieren und die Kantonspolizei Uri informieren. Die Gegenstände sollten möglichst nicht berührt oder verschoben werden.

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Reto Bollmann

Reto Bollmann (bre), Jahrgang 1991, verstärkt seit Ende 2021 als Redaktor den Newsdesk von 20 Minuten. Eine Vorliebe hat er für politische, wissenschaftliche und geschichtliche Themen.

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