Schwere Fehler – «The Times» entschuldigt sich bei Infantino

- Die britische Zeitung «The Times» entschuldigt sich öffentlich bei Fifa-Präsident Gianni Infantino.
- Sie räumt ein, dass es entgegen ihrem Artikel vom 13. Oktober 2026 kein geheimes «zweites Gehalt» gab.
- Auch die Vorwürfe zum Immobilienkauf in Miami und zur Gesellschaft Shadi LLC korrigiert das Blatt.
- Die Fifa spricht von einem «koordinierten und anhaltenden Versuch», sie zu untergraben, und droht mit rechtlichen Schritten.
Die britische Zeitung «The Times» hat bei der Recherche zur Fifa und Gianni Infantino schwere Fehler begangen und nun eine Richtigstellung veröffentlicht. Die britische Zeitung entschuldigt sich öffentlich beim Fifa-Präsidenten.
Hintergrund ist ein Artikel vom 13. Oktober 2026, in dem Infantino ein geheimes, nicht offengelegtes «zweites Gehalt» der Fifa unterstellt worden war. «Dies ist unzutreffend. Es gab kein zweites Gehalt», räumte das Blatt nun ein.
Zudem stellte die Traditionszeitung klar, dass Spesen und Erstattungen an Infantino nach Schweizer Rechnungslegungsvorschriften nicht als Vergütung gelten. Folglich ist die Fifa nicht verpflichtet, diese Beträge im Jahresbericht als Lohnbestandteil aufzuführen.
Auch Immobiliengerüchte komplett widerrufen
Neben der Gehaltsdebatte musste «The Times» weitere Vorwürfe korrigieren:
Kein Kauf unter Marktwert: Infantino habe die Immobilie in Miami keineswegs unter dem Marktwert erworben.
Keine Firmenverbindung: Weder der Fifa-Präsident noch seine Familie seien Eigentümer oder Begünstigte der Gesellschaft Shadi LLC und übten auch keine Kontrolle über das Unternehmen aus.
Fifa spricht von gezielter Kampagne
Die Fifa nahm die öffentliche Entschuldigung zur Kenntnis, übte jedoch scharfe Kritik an Teilen der Medienlandschaft. Es sei offensichtlich, dass ein «koordinierter und anhaltender Versuch» unternommen werde, den Weltverband und seinen Präsidenten gezielt zu untergraben.
Die Fifa forderte Medienvertreter dazu auf, Quellen künftig sorgfältig zu überprüfen, um die Verbreitung diffamierender Falschinformationen zu verhindern. Legitime journalistische Prüfung sei zwar willkommen, gebe jedoch «keine Lizenz zur Verbreitung falscher Anschuldigungen».
Bei irreführenden oder gänzlich falschen Berichten werde die Fifa auch in Zukunft direkt und energisch rechtlich dagegen vorgehen.
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Sebastian Rieder (sri), arbeitet seit 2024 für 20 Minuten als Stv. Leiter Sport. Der Generalist hat stets die besten Schweizer Fussballer im Fokus und begleitet die Nati als Reporter und Videojournalist.
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