Trump nennt Norwegen «Drecksloch» – jetzt reagiert Oslo

«Er weiss es genau»
Trump nennt Norwegen «Drecksloch» – jetzt reagiert Oslo
Donald Trump kritisiert Norwegen bei einem Wahlkampfauftritt in Michigan scharf, weil der Friedensnobelpreis nicht an ihn ging. Nun hat Oslo auf den Angriff reagiert.
Publiziert: vor 26 Minuten
- Donald Trump beschimpfte Norwegen bei einem Wahlkampfauftritt in Michigan als «Drecksloch-Land»
- Er sagte, wegen des verpassten Friedensnobelpreises wolle er keine Norweger in den USA haben
- Oslo reagierte inzwischen auf Trumps Äusserungen
Janine EnderliRedaktorin News
US-Präsident Donald Trump (80) hat heftig gegen Norwegen geschossen. Bei einer Wahlkampfveranstaltung in Port Huron im US-Bundesstaat Michigan am Sonntag beleidigte er das Land scharf. Der Grund war, dass er den Friedensnobelpreis nicht erhalten hatte. «Norwegen ist mittlerweile zu einem Drecksloch-Land geworden.»
Ausserdem erklärte er, er wolle keine Einwanderer mehr aus Norwegen in den USA haben. «Ich habe den Nobelpreis nicht bekommen. Deshalb will ich niemanden aus Norwegen. Ich will nichts mit Norwegen zu tun haben», sagte Trump als Begründung.
Oslo reagiert auf Beschimpfungen
Am Montag reagierten norwegische Regierungsvertreter auf Trumps Äusserungen und wiesen darauf hin, dass das Nobelkomitee unabhängig von der norwegischen Regierung agiere. «Er weiss sehr wohl, dass das Nobelkomitee unabhängig ist», sagte der norwegische Aussenminister Espen Barth Eide in einem Interview. «Wir haben ihn daran erinnert, falls sich jemand fragen sollte, und daran hat sich nichts geändert.»
Die südafrikanische Juristin und ehemalige Uno-Menschenrechtskommissarin Navi Pillay (85) wurde am 9. Oktober mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Zuvor hatte Trump mehrfach erklärt, dass eigentlich er den Preis verdient hätte. Dies, weil er acht Kriege beendet habe.
Die 85-jährige Pillay erhielt die Auszeichnung in Anerkennung ihres Einsatzes für die Wahrung des Völkerrechts. Von ihr habe Trump «noch nie etwas gehört», wie er selbst sagte.
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