EM-Qualifikation – 1:5: U21-Nati erleidet auf Island Schiffbruch

- Die Schweizer U21-Nati muss sich Island in der EM-Quali auswärts 1:5 geschlagen geben.
- Labinot Bajrami lässt in Reykjavik mit seinem 1:2-Anschlusstreffer kurz nach der Pause nur kurzzeitig Hoffnung aufkommen.
- Am letzten Spieltag ist die Schweiz gegen Gruppenfavorit Frankreich wohl zum Siegen verdammt, will sie die Chance auf die Endrunde in Serbien und Albanien wahren.
Nach einer enttäuschenden ersten Halbzeit auf dem Kunstrasen von Reykjavik reagierte Alex Frei mit einem Dreifachwechsel. Unter anderen kam Labinot Bajrami für Andrej Vasovic. Wie schon am Freitag gegen Luxemburg brauchte der Stürmer nicht lange, um sich in Szene zu setzen: Schon 40 Sekunden nach Wiederanpfiff drosch er den Ball volley zum 1:2 ins Netz.
Die Schweizer U21 erhielt durch den Treffer sofort Auftrieb. Alessio Besio kam in der 53. Minute zu einer Chance auf den Ausgleich, der isländische Goalie liess sich in der nahen Ecke aber nicht erwischen. Bajrami scheiterte kurz darauf mit einem versuchten Lob ebenfalls. Und dann war das Schweizer Zwischenhoch auch schon wieder vorbei.
«Nur» 0:2 zur Pause
Nach einer einstudierten Eckballvariante erhöhte Verteidiger David Aronsson für die Gastgeber auf 3:1. Und damit noch nicht genug: Daniel Gudjohnsen (79.), Sohn von Legende Eidur, und Hilmir Mikaelsson (86.) fügten den Schweizern mit weiteren Treffern gar noch eine Kanterniederlage zu.
Schon in den ersten 45 Minuten hatte sich die Schweizer Equipe mehrheitlich dominieren lassen müssen. Sie war mit 0:2 in Rückstand geraten, nachdem Island Fehler in der Defensive zweimal auszunutzen wusste. Einmal traf der spätere Doppeltorschütze Gudjohnsen (11.) und mit dem Pausenpfiff dann Benony Andresson. Gudjohnsen hatte ausserdem Pech bei einem Pfostenschuss (29.). Die Schweizer Offensive blieb dagegen blass. Vasovic vergab alleine vor dem Tor kläglich (31.).
In Frankreich zum Siegen verdammt
Die Qualifikation für die EM im kommenden Jahr in Serbien und Albanien gerät somit für das Team von Alex Frei zur Zitterpartie. Am kommenden Dienstag geht die Quali-Kampagne in Orléans gegen Frankreich zu Ende. Sollte die Nati das Spiel verlieren, könnte Island sich mit einem Sieg auf den Färöer-Inseln noch auf den zweiten Gruppenrang vorschieben. Dann wäre die Schweiz ausgeschieden.
Die Gruppenersten und der beste Gruppenzweite qualifizieren sich direkt, die restlichen Gruppenzweiten können sich ihr Ticket für die Endrunde über eine Barrage sichern.
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