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Saturday, October 3, 2026

Glacemanufaktur – Glace von «Kalte Lust»: Vom Keller in Olten in die ganze Schweiz

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Glacemanufaktur Glace von «Kalte Lust»: Vom Keller in Olten in die ganze Schweiz

Rekordsommer für die Oltner Glacefirma Kalte Lust. Der Produktionskeller ist inzwischen zu klein, es wird expandiert.

Der Sommer 2026 bleibt wegen der grossen Hitze in Erinnerung. Profitiert von den hohen Temperaturen haben unter anderem die Glaceproduzenten. Für Kalte Lust aus Olten etwa ist es das beste Jahr der Firmengeschichte. Bereits im August wurde das Jahresziel erreicht und der Umsatz der Vorjahresperiode um ein Drittel übertroffen.

Dieses grosse Wachstum hängt auch mit einer Expansion zusammen. Die Oltner Glace gibt es nicht nur in der eigenen Gelateria in Olten zu kaufen, sondern in der ganzen Schweiz: bei eigenen Verkaufsstellen, in Badis, Restaurants oder beim Grossverteiler.

100'000 Liter Glace aus dem Hotelkeller

Seit dem Start 2017 wird die Glace mitten in Olten hergestellt und in Chübeli abgefüllt – im Keller eines Hotels. Über 100'000 Liter waren es diesen Sommer. Produziert wird auf knapp 20 Quadratmetern.

Nahaufnahme einer Mischung aus Schokolade in einem grossen Behälter, die mit einem Stabmixer gerührt wird.
Legende: Trotz des Wachstums wird die Glace weiterhin handwerklich hergestellt. Der Mixer für 300 Liter Schokoladenglace ist aber dementsprechend gross. SRF

Die Basen für die Glace mixt eine Käserei. Jeden Tag liefert sie einen Tankwagen nach Olten, erklärt Mitgründer Darko Bosnjak. Die kleinste Menge sind 300 Liter, die in einer «Badewanne» gemixt und nach dem Abfüllen gefroren werden. Im Hochsommer sind die Chargen grösser: 1000 bis 2000 Liter von der gleichen Sorte.

Was immer läuft: Schokoladenglace. Kaum eine andere Sorte kann mithalten. «Wir haben meistens 20 bis 30 Aromen im Angebot. Aber oft sind es die Klassiker: Schoggi-Vanille oder Schoggi-Erdbeer», lacht Bosniak.

Die Auswahl an Sorten ist tatsächlich gross. Sie reicht von «Kaffee vegan» über «Kirschblüte mit Tonkabohne und Bergamotte» bis zu «Joghurt-Aprikose-Steinklee». Über 100 Sorten wurden bereits hergestellt. Im Sommer gibt es monatlich eine limitierte Ausgabe. Und für die Olma gab es einmalig eine Bratwurst-Glace.

Rekordsommer nicht nur gut

Rekordsommer wie 2026 kurbeln den Umsatz an. Trotzdem ist Darko Bosnjak nicht nur erfreut: «Es ist Ende September und immer noch 25 Grad.» Der Klimawandel und seine Auswirkungen wie die Unwetter Ende August mit Sturm- und Hagelschäden in der Region Olten geben ihm zu denken.

Ein paar Tage Regen und damit Entlastung wären für die Mitarbeitenden zudem willkommen gewesen. «Die Mitarbeitenden sind am Limit. Im August wären sie froh gewesen, wenn die Saison fertig gewesen wäre.» Denn auch nach dem Hochsommer läuft das Geschäft der Manufaktur. Durch die hohen Temperaturen sei die Nachfrage weiter gross, so Darko Bosnjak.

Die Firma stösst aber nicht nur wegen dieses Sommers an die Grenzen. «Sobald die ersten Produkte bereit sind, holt sie unser Logistiker ab. Und wenn er nicht kommt, können wir am nächsten Tag nicht mehr produzieren, weil alles blockiert ist.»

Von 20 auf 3000 Quadratmeter

Das KMU mit seinen 20 Angestellten zieht deshalb im Oktober um. Kalte Lust geht weg aus Olten, nach Aarwangen BE. Die Expansion sei überfällig, meint Mitgründer Bosnjak. Bereits 2019 habe sich das Limit der Produktion abgezeichnet. Dank Optimierung der Abläufe habe man den Umzug herauszögern können.

Am neuen Standort stehen über 3000 Quadratmeter Fläche zur Verfügung. Man komme so dem Firmenziel näher. Darko Bosnjak: «Wir wollten vom trendigen Produkt zum Klassiker werden.» In Olten bleibt ein Teil der Verwaltung. Und auch die Gelateria von Kalte Lust wird weiter betrieben.

Ein neues Ziel: Neben Chübeliglace soll künftig auch Stängelglace hergestellt werden. Und die Bio-Zertifizierung wird in den nächsten zwei Jahren angestrebt. Bereits heute haben über 80 Prozent der verwendeten Zutaten Bio-Qualität.

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