Schweizer Cup, 2. Runde – Dorn schiesst den FCL in Winterthur in der 92. Minute ins Glück

- Luzern schaltet Super-League-Absteiger Winterthur in der 2. Cup-Runde mit 1:0 aus.
- Captain Pius Dorn gelingt in der 92. Minute der entscheidende Treffer.
- GC bekundet mit dem FC Grenchen gar keine Probleme, während Sion in Cham mehr zu beissen hat.
Es lief bereits die Nachspielzeit auf der stimmungsvollen und verregneten Schützenwiese. Sehr viele rechneten wohl bereits mit einer Extraschicht. Dann trat Andejs Ciganiks nochmals einen Eckball. Die Flanke des Letten flog auf den ersten Pfosten, wo Nando Toggenburger per Kopf an Winterthur-Goalie Antonio Spagnoli scheiterte. Toggenburger erhielt den Ball aber nochmals und spielte ihn vor das Tor, wo Pius Dorn goldrichtig stand und zum vielumjubelten 1:0 einschob.
Wenige Augenblicke später war die Cup-Schlacht zu Ende und die Erleichterung bei FCL-Trainer Udo Portmann deutlich zu sehen. Die Aufgabe für die Luzerner beim Super-League-Absteiger aus Winterthur war als kompliziert angekündigt worden und als genau das erwies sie sich.
Spagnoli lässt Luzerner verzweifeln
Der Oberklassige aus Luzern hatte die Partie allerdings sehr konzentriert in Angriff genommen. Die erste Halbzeit gehörte klar dem Portmann-Team. Nach einer guten Viertelstunde jubelte der FCL ein erstes Mal, der Treffer von Daniel Mikolajewski wurde wegen einer Abseitsstellung aber annulliert.
Immer wieder im Zentrum des Geschehens: Winterthur-Keeper Spagnoli. Der 21-Jährige aus dem Nachwuchs des FC Basel konnte sich des Öfteren auszeichnen. So auch nach einer knappen Stunde, als sich die Gäste die grösste Chance des Spiels erarbeiteten. Der Ex-Winterthurer Matteo Di Giusto zog zentral vor dem Tor ab, Spagnoli tauchte und parierte den Flachschuss glänzend.
Lattentreffer von Marchesano
In der Folge schnupperte dann allerdings die Mannschaft von Patrick Rahmen am Führungstreffer. Brian Beyer scheiterte mit einem Kopfball an Karlo Letica (58.) und in der 75. Minute bot sich dem eingewechselten Antonio Marchesano die vorzügliche Möglichkeit auf das 1:0. Der Routinier zirkelte den Freistoss von der Strafraumgrenze aber nur an die Latte.
So kam es doch noch so, wie es fast kommen musste: Luzern zog den Kopf aus der Schlinge – dank Dorn und dessen 1. Tor seit dem 16. Mai. Auch damals auf der Schützenwiese gegen Winterthur.
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