Erfolgreiche Familie – Die Aeberhard-Geschwister mischen gemeinsam den BMX-Weltcup auf

Als Loris Aeberhard im Juni im niederländischen Papendal innert zwei Tagen seine ersten beiden Weltcupsiege im BMX-Racing feierte, stammte die erste Gratulantin jeweils aus der Familie: Schwester Nadine Aeberhard. Kein Wunder, schliesslich fährt auch sie auf höchster Stufe im BMX-Weltcup mit und reist somit gemeinsam mit ihrem Bruder um die Welt.
Schon als kleine Kinder hatten die beiden mit dem BMX-Fahren begonnen. Was als Hobby begann, entwickelte sich schnell zu mehr. Vor allem bei Nadine. Die 24-Jährige gewann auf Juniorinnen-Stufe einen WM-Titel und wurde auf U23-Stufe zweimal Europameisterin. Dass sie sich früher oder später auch in der Weltspitze etablieren wird, schien klar zu sein.
Stetiger Aufstieg
Anders war der Weg von Loris. Der 27-Jährige absolvierte neben dem BMX-Training eine Schreiner-Lehre und musste seine Zeit zwischen Spitzensport und Arbeit gut einteilen. Oder wie er es ausdrückt: «Die Erholung hat natürlich schon gelitten, wenn du den ganzen Tag auf der Baustelle arbeitest und am Abend noch trainierst.»
Sein Weg hat sich aber ausbezahlt. Stetig ging es für den Berner nach oben. 2024 der erste Sieg im Europacup, in diesem Sommer nun gleich zwei Siege im Weltcup. Noch zwei Weltcup-Stationen stehen in diesem Jahr an, auch da will er wieder vorne mitfahren. Obwohl er zugibt: «Die Siege waren etwas überraschend. Aber ich nehme sie natürlich gern.»
Gute Beziehung
Bei seinem Weg konnte Loris immer auf seine Schwester Nadine zählen. Auch aktuell im Weltcup unterstützen sich die Geschwister gegenseitig. Beide seien an den Rennen locker drauf, weshalb sie auch zwischen den einzelnen Wettkämpfen miteinander sprechen können.
«Wir können uns über alles austauschen», sagt Nadine über die Beziehung zu ihrem älteren Bruder. «Egal, wo wir sind auf der Welt – es ist gut, wenn man immer einen Rückhalt dabei hat.»
Olympia als Ziel
Was Nadine ihrem Bruder voraus hat, ist eine Teilnahme an den Olympischen Spielen. In Paris 2024 war sie am Start, schied aber im Halbfinal aus. Mit Zoé Claessens sicherte sich dort eine Landsfrau übrigens die Bronzemedaille. «Damals ging es nur darum, dabei zu sein», meint Nadine. Sie denkt nämlich schon weiter: «2028 wäre es dann schon das Ziel, vorne mitzufahren.»
Auch für Loris scheint eine Olympia-Teilnahme nun im Bereich des Möglichen zu sein. Wenn er so weiterfährt, wird er 2028 in Los Angeles an den Start gehen dürfen. Etwas Olympia-Luft hat er zumindest schon geschnuppert: In Paris hatte er seine Schwester als Fan von der Tribüne aus unterstützt.
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