Die letzte Frage bringt Tennis-Star Shelton aus der Fassung

- Ben Shelton (ATP 4) geht als bestplatzierter Spieler an die Swiss Indoors in Basel.
- Auf die Frage nach einer schwindenden Dominanz von Sinner und Alcaraz reagiert der US-Amerikaner schnippisch.
- Die beiden hätten zwei von vier Grand Slams gewonnen, Sinner zudem fünf Masters-1000-Titel.
Die meiste Aufmerksamkeit von Medien und Fans wird bei den Swiss Indoors Altmeister Stan Wawrinka und Superstar Novak Djokovic zuteil, doch aus sportlicher Sicht steigt der US-Amerikaner Ben Shelton (ATP 4) zumindest gemessen an der Weltranglistenposition als Favorit ins Rennen.
«Wenn du ein Turnier gewinnen willst, musst du am Ende jeden schlagen, der in dieser Woche gut spielt. Für mich ist das eine Bestätigung von viel harter Arbeit», zeigt sich Shelton bei der Pressekonferenz vor Turnierstart diplomatisch bezüglich seiner Favoritenrolle. In Wallung bringt den 24-Jährigen erst eine eigentlich harmlose Frage ganz zum Schluss der Pressekonferenz.
Ben Shelton will Alcaraz und Sinner nicht abschreiben
Ein Reporter will von Shelton wissen, ob die jungen Spieler auf der Tour nun mehr Hoffnungen haben, die Dominanz von Jannik Sinner und Carlos Alcaraz zu durchbrechen – auch in Bezug auf die Chancen auf Grand-Slam-Titel. Dies vor dem Hintergrund, dass die beiden Topspieler der vergangenen Jahre heuer vor allem auch verletzungsbedingt nicht ganz an ihre vorherige Dominanz anknüpfen konnten.
«Sie haben dieses Jahr zwei der vier Grand Slams gewonnen. Sinner hat fünf Masters-1000-Titel gewonnen. Ich weiss nicht, was an ihrer Dominanz nachgelassen haben soll», reagiert Shelton etwas schnippisch. Er glaube, Alcaraz und Sinner würden beim Australian Open im nächsten Jahr sehr glücklich und sehr gesund sein.
«Es war schade für den Tennissport, dass sie dieses Jahr zeitweise nicht spielen konnten. Aber so weit würde ich nicht gehen. Es gibt viele junge Spieler, die immer häufiger um grosse Titel kämpfen. Aber zu sagen, sie würden nachlassen, wäre unfair.»
Auch der erste Major-Final ändert Sheltons Einstellung nicht
Shelton selbst schnupperte zuletzt in New York schon am Gewinn eines Major-Titels, als er erstmals in einen Grand-Slam-Final einzog. Beim Endspiel gegen Alexander Zverev blieb der US-Shootingstar chancenlos, doch an seinem Selbstverständnis habe das Resultat bei seinem Heimturnier ohnehin nichts geändert.
«Ich hatte schon immer sehr hohe Erwartungen an mich. Ein Ergebnis ändert für mich nichts», meint der Freund von US-Fussballerin Trinity Rodman. Es gehe für ihn nur darum, sein eigenes Potenzial auszuschöpfen und die beste Version seiner selbst zu werden. «Das bleibt auch nach dem US Open genau gleich.»
Wie schätzt du die Dominanz von Sinner und Alcaraz im Tennis ein?
Florian Gnägi (flo) arbeitet seit 2021 für 20 Minuten im Ressort Sport. Seine grösste Expertise hat er auf den Themengebieten Fussball und Tennis.
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