Mann wollte mit Ziege «allein sein» – Polizei nimmt ihn fest

- Ein psychisch auffälliger Mann hat das Tierheim «4 Pattes pour Demain» in Saxon VS aufgesucht und verlangt, mit einer Ziege Geschlechtsverkehr zu haben.
- Das Personal verweigerte dies und rief die Polizei, woraufhin der Mann festgenommen wurde – er versuchte zuvor, durch Weinberge zu flüchten.
- Gegenüber den Polizisten räumte er die sexuelle Natur seiner Absichten ein; das Tierheim hatte bereits 2022 einen ähnlichen Vorfall mit einer Stute erlebt.
Entsetzen im Tierheim: Am Dienstag suchte ein psychisch auffälliger Mann das Heim des Vereins «4 Pattes pour Demain» in Saxon auf. Wie die Organisation in einem «Aufruf zur Wachsamkeit» in den sozialen Medien berichtet, verlangte der Mann zunächst, man solle ihm «eine Ziege geben, damit er sie töten und essen könne».
Der Leiter des Tierheims lehnte diese Forderung ab: «Ich erklärte ihm sofort, dass dies absolut nicht infrage komme und dass die Tiere hier geschützt seien und als Haustiere betrachtet würden», heisst es auf dem Instagram-Account des Vereins «4 Pattes pour Demain».
«Er wollte 30 Minuten mit der Ziege allein sein»
Trotz «mehrerer sehr klarer Absagen» soll der Besucher weiter darauf bestanden haben, bevor er eine weitere beunruhigende Forderung stellte. «Er bat mich mehrmals darum, etwa 30 Minuten mit einem unserer Tiere allein bleiben zu dürfen, um Geschlechtsverkehr mit ihm zu haben», berichtet das Walliser Tierheim weiter.
Tierheim-Personal informiert Polizei
Das Personal forderte den Mann schliesslich auf, das Gelände zu verlassen, und drohte ihm damit, die Polizei zu rufen, sollte er der Aufforderung nicht nachkommen. Da der Mann sich weigerte, blieb den Verantwortlichen nichts anderes übrig, als die Polizei von Saxon zu verständigen.
«Der Mann wurde wenige Minuten später angehalten», heisst es im Bericht des Vereins «4 Pattes pour Demain» weiter. «Als er die Polizisten sah, versuchte er, durch die Weinberge zu fliehen, bevor er eingeholt wurde.»
Beleidigungen und Angriffe auf Social Media
Der Fall löste in den sozialen Medien eine Welle der Empörung aus. «Glücklicherweise wurde im Tierheim keine Tat begangen», hält der Verein fest. «Dieser Vorfall wird jedoch äusserst ernst genommen.»
Das Walliser Tierheim sah sich gezwungen, die Kommentarfunktion wegen der «festgestellten Entgleisungen in den Diskussionen», darunter Beleidigungen und persönliche Angriffe, zu schliessen.
«Dieses Risiko soll nicht unterschätzt werden»
Die in Saxon ansässige Organisation hatte bereits zuvor einen traumatischen Vorfall erlebt. «Bereits 2022 war unser Tierheim mit Misshandlungen an einer Stute konfrontiert», so der Verein. «Seit diesem Ereignis wissen wir leider, dass diese Art von Risiko nicht unterschätzt werden darf.»
Auf Anfrage von «24 heures» bestätigte die interkommunale Polizei 2 Rives den Einsatz. Weitere Angaben zum Vorfall oder zu dem Mann machte sie nicht.
(flu)
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Chris Geiger (cge) ist seit 2021 Journalist in der Sportredaktion von 20 minutes. Sein Interesse gilt vor allem dem Eishockey.
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