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Saturday, October 3, 2026

«Wir sind wie ein altes Ehepaar»

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Lausanne-Ward über ZSC-Julien

«Wir sind wie ein altes Ehepaar»

Am Samstagabend fordert Lausanne-Trainer Geoff Ward die ZSC Lions mit Claude Julien heraus – jenen Mann, der ihm den Weg ins Profigeschäft ebnete. Zehn Jahre gemeinsames Leben, ein Stanley Cup und eine ungebrochene Freundschaft – Ward erzählt von der starken Verbindung.

Publiziert: vor 30 Minuten

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Grégory BeaudJournaliste Blick

Die Nachricht ist vor einigen Tagen auf dem Handy von Geoff Ward (64) eingetroffen. Absender: Claude Julien (66). Der Inhalt? Nichts besonders Geheimnisvolles. «Wie er mir geschrieben hat, und ich stimme dem zu 100 Prozent zu, werden wir hart gegeneinander kämpfen. Aber die Freundschaft wird immer bestehen bleiben», sagt der Lausanne-Trainer.

Am Samstagabend werden sich die beiden erfahrenen Coaches in der Swiss Life Arena als Gegner gegenüberstehen. Zum ersten Mal in der Schweiz, aber nicht zum ersten Mal in ihrem Leben: 2020 stand Ward in den Diensten von Calgary und Julien war bei Montreal tätig. «Claude und ich sind sehr gute Freunde, aber wir sind beide Wettkämpfer», sagt Ward. «Wenn das Spiel beginnt, beginnt das Spiel.»

Zehn Jahre gemeinsames Leben

Um ihre Verbindung zu verstehen, muss man bis ins Jahr 2001 zurückgehen. Geoff Ward, ein ehemaliger Sport- und Naturwissenschaftslehrer aus Ontario, stiess als Assistent zu den Hamilton Bulldogs in der AHL. Der Headcoach hiess Claude Julien. Die beiden Männer arbeiteten zweieinhalb Saisons zusammen, bis Julien im Januar 2003 von Montreal berufen wurde. Ward übernahm daraufhin das Team und führte es bis in den Final um den Calder Cup.

Vier Jahre später holte Julien, mittlerweile Headcoach in Boston, seinen ehemaligen Assistenten zurück. Das Wiedersehen dauerte sieben Saisons und gipfelte 2011 im Stanley Cup. «Wir waren zehn Jahre lang zusammen», sagt Ward lächelnd. «Wir sind ein bisschen wie ein altes Ehepaar.»

Der Kanadier sagt es gerne: Julien ist zusammen mit dem Ausbildner Don McKee (83) der Mann, der seine Trainerkarriere am stärksten geprägt hat. «Ich verdanke ihm enorm viel. Er war ein sehr, sehr guter Mentor für mich», sagte er bereits 2020.

«Claude liebt das Land»

Seither haben sich die Rollen vertauscht. In der Schweiz ist Ward derjenige, der sich besser auskennt. Seit seiner Ankunft in Lausanne im November 2022 führte er den LHC 2024 und 2025 in den Playoff-Final, wo er ausgerechnet an Zürich scheiterte. Claude Julien seinerseits unterschrieb im vergangenen Juni für zwei Saisons bei den Lions.

Die beiden Freunde nahmen sich kürzlich Zeit für ein Treffen. «Als wir in Davos spielten, übernachteten wir in der Nacht zuvor in Zürich. Ich konnte am Vormittag etwas Zeit mit ihm verbringen», erzählt Ward. Sein Fazit? «Er schätzt die Liga wirklich und liebt das Land – Claude mag alles hier.»

«Er macht unsere Liga besser»

Der Lausanne-Trainer findet nur lobende Worte über Julien: «Einen Mann von dieser Qualität zu haben, macht unsere Liga besser. Nicht nur, weil er ein grossartiger Mensch ist, sondern auch, weil er ein sehr, sehr guter Coach ist. In Zürich können sie sich glücklich schätzen, ihn zu haben.»

Seinen Gegner in- und auswendig zu kennen – ein Vorteil? Ward wischt den Gedanken beiseite, sagt: «Nichts wird anders sein. Er wird das Spiel genauso angehen wie ich. Am Ende sind es die Spieler, die über den Ausgang entscheiden.» Und fügt hinzu: «Wir werden versuchen, uns taktisch ein wenig zu messen. Ich weiss, dass ich auf meinem höchsten Niveau sein muss, denn Claude ist in jedem Spiel scharf.»

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Mannschaft

SP

TD

PT

1

ZSC Lions

ZSC Lions

7

15

21

2

Genève-Servette HC

Genève-Servette HC

9

2

15

3

HC Fribourg-Gottéron

HC Fribourg-Gottéron

8

6

14

4

HC Davos

HC Davos

8

1

13

5

SCL Tigers

SCL Tigers

8

1

12

6

HC Ajoie

HC Ajoie

8

0

11

7

Lausanne HC

Lausanne HC

8

-3

11

8

HC Ambri-Piotta

HC Ambri-Piotta

8

-6

11

9

EV Zug

EV Zug

5

9

10

10

SC Rapperswil-Jona Lakers

SC Rapperswil-Jona Lakers

8

-9

9

11

HC Lugano

HC Lugano

6

1

8

12

SC Bern

SC Bern

6

-1

8

13

EHC Biel

EHC Biel

7

-2

7

14

EHC Kloten

EHC Kloten

8

-14

6

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