«Hoffe, gibt keine Pfiffe»: Jashari spielt in Heimat der Eltern

- Ardon Jashari trifft mit der Schweizer Nati am Samstag in Skopje auf Nordmazedonien – die Heimat seiner Eltern.
- Durch die Absenz von Captain Granit Xhaka bekommt der 24-jährige Luzerner eine grosse Chance auf einen Stammplatz im Mittelfeld.
- Jashari hofft auf faire Reaktionen der mazedonischen Fans und betont, er versuche nicht, Xhaka zu ersetzen.
Noch vor Ardon Jasharis Geburt wanderten seine Eltern aus der nordmazedonischen Region Polog in die Zentralschweiz aus. Selbstredend wird nun das Duell gegen seine zweite Heimat in der Nations League für den Milan-Profi am Samstagabend (ab 20.45 Uhr live bei 20 Minuten) ein Spezielles, zumal er zuletzt auch seine Sommerferien in Nordmazedonien verbrachte.
«Es ist sicherlich ein emotionales, aber schönes Spiel für mich. Ich erwarte viele Freunde und Familie am Spielfeldrand. Ich hoffe, dass die mazedonischen Fans anständig zu mir sein werden», erklärt Jashari, als ihn 20 Minuten auf die gefühlstechnische Brisanz des Spiels in Skopje anspricht. «Ich hoffe, es gibt keine Pfiffe von den Fans.»
Ardon Jashari: Chance durch Xhaka-Absenz
Als das Thema der Nationenwahl in einem früheren Stadium seiner Karriere aufkam, sei sein Berater durchaus mit den Mazedoniern in Kontakt gewesen, verrät Jashari. «Aber als ich damals von unserem Trainer den Anruf erhalten habe und im Zusammenhang, dass ich in der Schweiz geboren und aufgewachsen bin und dort meine ganze Ausbildung absolviert habe, kam für mich keine andere Nation ausser die Schweiz in Frage.»
Wie geht das Spiel der Schweiz in Nordmazedonien aus?
Speziell wird der Tanz in der Toše-Proeski-Arena für Jashari aber nicht nur aufgrund seiner Herkunft. Seit Jahren als designierter Nachfolger Granit Xhakas im Nati-Mittelfeld gehandelt, bekommt der Luzerner nun aufgrund der durch die Covid-Affäre bedingten Absenz des Captains eine grosse Chance auf Startelfeinsätze in den nächsten Spielen.
«Ich probiere nicht, Granit zu ersetzen»
Jashari gibt an, sich dadurch nicht zusätzlich unter Druck gesetzt zu fühlen. «Ich probiere nicht, Granit zu ersetzen. Wenn er hier wäre, hätte ich auch gerne mit ihm zusammengespielt», so der 24-jährige Edeltechniker. Das Fehlen Xhakas und jenes von Breel Embolo werfe das Team nicht aus dem Konzept.
«Klar, uns fehlen zwei wichtige Spieler, die fester Bestandteil der Mannschaft waren. Die Situation ist, wie sie ist, und wir stehen jetzt alle in der Verantwortung, ein gutes Spiel zu spielen. Das gilt für jeden Einzelnen von uns», hält Jashari fest.
Florian Gnägi (flo) arbeitet seit 2021 für 20 Minuten im Ressort Sport. Seine grösste Expertise hat er auf den Themengebieten Fussball und Tennis.
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