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Wednesday, November 4, 2026

Sieg der Demokraten in den USA – Wie die Finanzmärkte auf die Midterms reagieren

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Die Demokraten holten sich bei den Midterms nicht nur die Mehrheit im Repräsentantenhaus zurück, sondern auch im Senat. Wirtschaftlich stehen dabei vor allem die Tech-Aktien im Fokus, gelten doch die Demokraten als kritischer gegenüber «Big Tech» – doch die Wahl hat noch weitere Auswirkungen. Ein Überblick.

1. Gemischtes Bild bei Tech-Aktien

Die Midterms-Ergebnisse trafen die Tech-Aktien unterschiedlich. Tesla verlor deutlich, auch Chiphersteller büssten ein. Der Google-Konzern Alphabet gewann stark hinzu, Microsoft ebenfalls. Der Technologie-Index Nasdaq eröffnete im Plus und gewinnt seitdem weiter hinzu. Damit ist die deutliche Korrektur ausgeblieben, die einige Analysten erwartet hatten.

Was das bedeutet: Zwar könnten die Demokraten strengere Regeln anstreben, etwa beim Bau neuer Rechenzentren für KI. Das zieht etwa Chiphersteller in Asien in die Tiefe. Gleichzeitig war das Wahlergebnis laut Marktbeobachtern aber bereits eingepreist, und aktuelle Gewinnaussichten der Firmen überwiegen.

2. Erneuerbare im Hoch

Hersteller von Solarpanels und Ähnlichem gehörten zu den grossen Gewinnern. Mehrere US-Titel legten gleich nach Handelsbeginn um 15.30 Uhr mitteleuropäischer Zeit zweistellig zu, etwa First Solar und Sunrun. Auch in Europa verzeichnete der Bereich der erneuerbaren Energien deutliche Zuwächse.

Was das bedeutet: Anleger und Anlegerinnen setzten darauf, dass die Demokraten nach dem Gewinn der Mehrheit in beiden Kongresskammern die Förderung von Ökostromprojekten ausweiten würden.

3. Börsenplätze reagieren unterschiedlich

In Tokio gab der Nikkei-Index um 4.5 Prozent nach, erholte sich dann aber wieder. Anders in Europa: Der DAX in Deutschland stieg um rund 2 Prozent, ebenso der französische CAC 40. Der SMI in der Schweiz erreichte gar ein neues Allzeithoch (siehe Box). Auch in den USA selbst gewann der Dow Jones nach Börseneröffnung 2.2 Prozent, und der Nasdaq erreichte ein Plus von 2.1 Prozent.

Der Sieg der Demokraten bei den US-Zwischenwahlen treibt die Schweizer Börse auf Rekordhöhen: Der Leitindex SMI hat am Mittwochnachmittag gegen 16.40 Uhr erstmals die Marke von 15'000 Punkten geknackt. Eine Viertelstunde vor Handelsschluss notierte der SMI auf 15'024 Punkten. Das war ein Plus von 1.9 Prozent gegenüber dem Vortag.

An der Spitze der Gewinner standen die Aktien von Logitech, die im Kielwasser des Kurssprungs von Apple um 8.9 Prozent nach oben schossen. Dahinter folgte der Augenheilkonzern Alcon mit einem Anstieg um 5.6 Prozent. Von den insgesamt 20 Titeln im SMI zeigten 18 teils deutliche Gewinne.

Was das bedeutet: Die Börsen in Asien waren geöffnet, als die ersten Wahlresultate publik wurden – sie reagierten deutlich sensibler. Zudem sind sie technologielastiger, Stichwort Chiphersteller. In Europa reagierten etwa Bank- und Pharma-Aktien positiv. Auch die oben erwähnten Ökostrom-Aktien sind dort breiter vertreten und ziehen die Indizes nach oben. Es ist aber durchaus umstritten, wie gross der Einfluss der Midterms auf die Börsenplätze tatsächlich war.

Eingang der New Yorker Börse mit US-Flagge zwischen hohen Gebäuden.
Legende: Die New Yorker Börse eröffnete um 15.30 Uhr mitteleuropäischer Zeit im Plus. IMAGO / wolterfoto

4. Kryptowährungen bleiben stabil

Der Kryptomarkt zeigt sich von den Midterms weitgehend unbeeindruckt. Nachdem der Bitcoin kurz nach Bekanntgabe der ersten Wahlergebnisse kurzzeitig unter die Marke von 76'000 US-Dollar abgesackt war, legte er zu und steigerte seinen Wert letztlich um rund 1.7 Prozent.

Was das bedeutet: Marktbeobachter erklären die eher ruhige Entwicklung damit, dass ein Sieg der Demokraten bereits im Vorfeld als sehr wahrscheinlich galt und somit nahezu vollständig eingepreist wurde.

5. Gold steigt

Eine Feinunze Gold verteuerte sich um fast drei Prozent. Damit kosteten 31.1 Gramm 4042 US‑Dollar. Dies, nachdem das Edelmetall kürzlich eine Schwächephase durchlaufen hatte.

Was das bedeutet: Zwei weitere Entwicklungen haben dem Edelmetall Auftrieb gegeben: ein schwächerer US-Dollar und ein Rückgang der Renditen von US‑Staatsanleihen. Hinzu kommt: Gold ist und bleibt eine Angstwährung. Der Analysechef des Finanzdienstleisters Pepperstone schätzt, Anleger könnten sich absichern wollen, falls die Konflikte zwischen dem Weissen Haus und dem Kongress zu gross werden.

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