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Friday, October 23, 2026

– Frist abgelaufen: Diese SVP-Kandidaten gehen ins Bundesratsrennen

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Doppelkandidatur aus dem Wallis: Mit Nationalrat Michael Graber und Staatsrat Franz Ruppen bewerben sich gleich zwei Vertreter aus dem Bergkanton um die Parmelin-Nachfolge. Ihre Kandidatur gaben die politischen Weggefährten an einer gemeinsamen Medienkonferenz in Bern bekannt. Die SVP Oberwallis sei nicht die erste Kantonalpartei, die zwei Kandidaten zur Wahl vorschlage, sagte Präsident Romano Amacker. Das sei in der jüngeren Vergangenheit schon mehrmals vorgekommen.

Zwei Männer in Anzügen sitzen an einem Tisch in einem Raum mit grüner Wand.
Legende: Nachdem Franz Ruppen (links) in den Staatsrat des Kantons Wallis gewählt wurde, ist Michael Graber für ihn in den Nationalrat nachgerückt. Keystone/Anthony Anex

«Ich bin ein sicherer Wert in unsicheren Zeiten», so Graber an der Medienkonferenz der SVP Oberwallis. Zuvor hatte er seine Pläne im «Tages-Anzeiger» bekanntgegeben. Im Bundeshaus fährt Graber einen harten SVP-Kurs. Um Bundesrat zu werden, wird er vor allem auch bei der Ratslinken punkten müssen – sofern ihn seine Partei auf das offizielle Ticket hievt.

Der Walliser Staatsrat Franz Ruppen sagte, er habe in den letzten Wochen sehr viel Unterstützung gespürt: «So ein Entscheid will wohlüberlegt sein.» Um Bundesrat zu werden, brauche es Kollegialität, Konsensfähigkeit, Führungskompetenz und Belastbarkeit. All das bringe er mit. Ruppen betonte, er habe eine «Ochsentour» in der Politik hinter sich. «Ich bringe Legislativ- und Exekutiverfahrung auf allen Ebenen mit.»

Sonderfall Aeschi: Der Fraktionschef der SVP im Bundeshaus wurde von der Zuger Kantonalpartei nominiert – ob er tatsächlich kandidieren wird, ist allerdings noch offen. Gegenüber SRF äusserte sich Aeschi zu seiner Nomination. Auf die Frage, ob man dies so interpretieren könne, dass er nicht Nein zu einer Kandidatur sage, antwortet Aeschi: «Ja, das kann man so interpretieren.» Er bedanke sich für das Vertrauen der Kantonalpartei und habe grossen Respekt vor dem Amt des Bundesrats.

«Nun will ich in mich gehen und die nötigen Gespräche führen», so Aeschi weiter. «Dann werde ich den entsprechenden Entscheid in den nächsten Wochen kommunizieren.» Damit hält Aeschi die parteiinterne Deadline (bis Freitagmittag) nicht ein. Da er aber möglicherweise zum zweiten Mal antrete, wolle er dies auch nach reiflicher Überlegung tun.

Diese acht Kandidaten schickt die SVP ins Rennen

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  • Bild 1 von 8. Céline Amaudruz. Céline Amaudruz (47) ist SVP‑Nationalrätin aus Genf und Mitglied im nationalen Parteivorstand. Sie hat ihre Bereitschaft für eine Kandidatur offiziell bekanntgegeben: Amaudruz gilt als chancenreichste Kandidatin aus der Romandie. Bildquelle: KEYSTONE / Urs Flüeler.

  • Bild 2 von 8. Marco Chiesa. Der Tessiner Ständerat Marco Chiesa (52) will Nachfolger von Guy Parmelin im Bundesrat werden. Seine Kantonalpartei sieht Chiesa aufgrund seiner vielfältigen Erfahrungen im Rahmen der SVP-Präsidentschaft im Vorteil. Bildquelle: Keystone/Peter Schneider.

  • Bild 3 von 8. Rémy Wyssmann. Rémy Wyssmann (59), Solothurner Parteipräsident und Nationalrat, will Bundesrat werden. Die Kandidatur des Anwalts und Dozents gilt eher als überraschend. Bildquelle: KEYSTONE / Peter Schneider.

  • Bild 4 von 8. Michael Graber. Der Walliser Nationalrat Michael Graber (45) hat kurz vor Ablauf der Bewerbungsfrist seine Bundesratsambitionen verkündet. Seine Kandidatur gab er im «Tages-Anzeiger» und kurz darauf in einer Medienkonferenz bekannt. Bildquelle: Keystone/Peter Klaunzer.

  • Bild 5 von 8. Franz Ruppen. Nachdem er von Esther Friedli (SG) vorgeschlagen wurde, überlegte sich auch der Walliser SVP-Staatsrat Franz Ruppen (55) eine Kandidatur – und kam zum Schluss: «Ja, ich will.». Bildquelle: KEYSTONE / Cyril Zingaro.

  • Bild 6 von 8. Pierre Alain Schnegg. Auch der Berner Regierungspräsident Pierre Alain Schnegg bewirbt sich um einen Sitz im Bundesrat. Schnegg wird im Dezember 64 Jahre alt. Er stammt aus dem Berner Jura, ist frankophon, spricht aber gut Deutsch. Bildquelle: Keystone/Anthony Anex.

  • Bild 7 von 8. Thomas Aeschi. Die SVP Zug hat Thomas Aeschi (47) für den freiwerdenden Sitz im Bundesrat nominiert. Der Fraktionschef der SVP im Bundeshaus will nun in sich gehen. Er gehört seit Jahren zu den aussichtsreichsten Kandidaten, auch wenn seine Chancen durch die Wahl des ebenfalls aus Zug stammenden Martin Pfister (Mitte) gesunken sein dürften. Bildquelle: Keystone/Peter Schneider.

  • Bild 8 von 8. Jean-Pierre Gallati. Regierungsrat Jean-Pierre Gallati (60) wurde von der SVP Aargau einstimmig für die Bundesratswahl vom 9. Dezember 2026 nominiert. Er will denn auch antreten, wie er gegenüber der «Aargauer Zeitung» in einem Interview erklärte. Bildquelle: Keystone/Andreas Becker.

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Gallati bestätigt Kandidatur: Der Aargauer Regierungsrat Jean-Pierre Gallati wurde kurz vor Ende der Anmeldefrist von seiner Kantonalpartei nominiert. Wie er gegenüber der «Aargauer Zeitung» erklärte, will Gallati denn auch für den Bundesratssitz kandidieren. Gallati ist seit Ende 2019 Mitglied des Regierungsrats. Wenige Monate zuvor war er erstmals in den Nationalrat gewählt worden. Nach der Wintersession trat er aus dem Nationalrat zurück.

Schwergewicht Matter verzichtet: «Mit Bedauern» habe die SVP davon Kenntnis genommen, dass Thomas Matter der Partei abgesagt habe. Das teilte die Parteileitung mit. Der Zürcher Nationalrat wolle angesichts der Tragweite und der kurzen Meldefrist bis am Freitag auf eine Kandidatur verzichten.

Diese Kandidaten haben bereits abgesagt

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  • Bild 1 von 15. Thomas Matter. Der Zürcher SVP-Nationalrat Thomas Matter kandidiert nicht für die Nachfolge von Bundesrat Guy Parmelin. Bildquelle: KEYSTONE/Gian Ehrenzeller.

  • Bild 2 von 15. Mike Egger. Mike Egger, St. Galler SVP-Nationalrat, kandidiert nicht für den Bundesrat. Stattdessen könne er sich eine Kandidatur für die St. Galler Regierung bei den Wahlen 2028 vorstellen, wie er gegenüber dem Ostschweizer Fernsehsender TVO sagte. Bildquelle: KEYSTONE/Anthony Anex.

  • Bild 3 von 15. Franz Grüter. Franz Grüter, SVP-Nationalrat, Unternehmer und Mitglied im SVP‑Parteivorstand. Er habe zusammen mit seiner Familie entschieden, nicht für den Bundesrat zu kandidieren, begründete Grüter seine Absage. Bildquelle: Keystone/Georgios Kefalas.

  • Bild 4 von 15. Esther Friedli. Esther Friedli, St. Galler Ständerätin. Seit ihrer Wahl in den Ständerat wird sie regelmässig als Bundesratskandidatin gehandelt. Sie steht aber dieses Mal als Kandidatin nicht zur Verfügung, wie sie am 9. Oktober dem Portal Toggenburg 24 bekannt gab. Bildquelle: KEYSTONE/ Alessandro della Valle.

  • Bild 5 von 15. Magdalena Martullo-Blocher. Magdalena Martullo-Blocher, Nationalrätin Graubünden, wird selten als ernsthafte Nachfolgerin genannt. In einer Vereinigten Bundesversammlung müsste sie Stimmen weit über die SVP hinaus gewinnen. Viele Parlamentarier von Mitte, SP, Grünen und GLP würden ihre Wahl wohl ablehnen. In der «Arena» hat sie zudem gesagt, sie werde nicht kandidieren. Bildquelle: KEYSTONE / Andreas Becker.

  • Bild 6 von 15. Christian Imark. Der Solothurner SVP-Nationalrat Christian Imark will ebenfalls nicht Nachfolger von Guy Parmelin werden. Imark begründet den Verzicht mit seiner familiären Situation. Bildquelle: Keystone / Christian Beutler.

  • Bild 7 von 15. Nicolas Kolly. NIcolas Kolly, SVP-Nationalrat, kandidiert nicht für den Bundesrat. Er strebt stattdessen einen Sitz im Ständerat an. Bildquelle: KEYSTONE/Alessandro della Valle.

  • Bild 8 von 15. Marcel Dettling. Marcel Dettling, seit 2024 SVP‑Parteipräsident. Seine Stärken liegen vor allem innerhalb der SVP, seine Schwächen eher bei der Wählbarkeit im Parlament. Er sagte allerdings bereits zur «Aargauer Zeitung», dass er nicht für Parmelins Nachfolge kandidieren und sich stattdessen auf die Führung seiner Partei fokussieren will. Bildquelle: KEYSTONE / Urs Flüeler.

  • Bild 9 von 15. André Rüegsegger. Der Schwyzer SVP-Regierungsrat André Rüegsegger verzichtet auf eine Bundesratskandidatur. Auf Anregung seiner Kantonalpartei hatte sich der Politiker aus Brunnen SZ mit einer möglichen Kandidatur befasst. Bildquelle: Keystone / Urs Flüeler.

  • Bild 10 von 15. Pascal Schmid. Pascal Schmid, Thurgauer Nationalrat. Asylspezialist der SVP. Er wird in Teilen der Partei inzwischen als eine Art «Kronprinz» gehandelt und taucht in neueren Spekulationen zunehmend auf. Bildquelle: KEYSTONE / Alessandro della Valle.

  • Bild 11 von 15. Pierre-André Page. Auch Pierre-André Page, Freiburger SVP-Nationalrat und amtierender Nationalratspräsident, verzichtet auf eine Bundesratskandidatur. Bildquelle: KEYSTONE/Anthony Anex.

  • Bild 12 von 15. Sylvain Freymond. Sylvain Freymond, SVP-Nationalrat und Präsident der SVP Waadt, verzichtet auf eine Kandidatur. Er konzentriere sich lieber auf die kantonalen Wahlen, die 2027 stattfinden. Bildquelle: KEYSTONE/Cyril Zingaro.

  • Bild 13 von 15. Yvan Pahud. Yvan Pahud, Waadtländer Nationalrat, verzichtet auf eine Kandidatur. Obwohl er an dem Amt interessiert sei, sei dies «nicht der richtige Zeitpunkt», sagte der Gemeindepräsident von Sainte-Croix. Bildquelle: KEYSTONE/Peter Schneider.

  • Bild 14 von 15. Natalie Rickli. Natalie Rickli, Zürcher Regierungsrätin, ehemalige Nationalrätin. Sie galt seit Jahren als bundesratsfähig. Über Instagram teilte sie jedoch mit, auf eine Bundesratskandidatur zu verzichten, um ihre Arbeit im Regierungsrat fortzusetzen. Bildquelle: KEYSTONE / Ennio Leanza.

  • Bild 15 von 15. Gregor Rutz. Der Zürcher SVP-Nationalrat Gregor Rutz wird nicht kandidieren. Einen Wechsel in die Landesregierung hatte der Präsident des Schweizerischen Hauseigentümerverbands im Gespräch mit CH Media bereits frühzeitig ausgeschlossen. Bildquelle: KEYSTONE / Christian Beutler.

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Die Parteileitung hätte sich einen anderen Entscheid erhofft. Seit vier Jahren sei der bevölkerungsreichste Kanton nicht mehr in der Landesregierung vertreten, schreibt sie. Zuvor hatte bereits Gesundheitsdirektorin Natalie Rickli abgesagt. Der bis anhin letzte Bundesrat aus dem Kanton Zürich war Ueli Maurer (SVP).

Die weiteren Kandidaten: Schon im Vorfeld des heutigen Showdowns hatten sich Céline Amaudruz (GE), Rémy Wyssmann (SO), Pierre Alain Schnegg (BE) und Marco Chiesa (TI) für eine Bundesratskandidatur entschieden.

SRF 4 News, 23.10.2026, 7 Uhr ;  srf/widb/baus/imhm;kors;mcep

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