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Friday, September 18, 2026

Attacke auf Kinder in Zürich – Chinesischer Student zu 15 Jahren Freiheitsstrafe verurteilt

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  • Das Bezirksgericht Zürich hat den chinesischen Studenten am Freitag wegen mehrfachen versuchten Mordes schuldig gesprochen.
  • Er muss 15 Jahre Freiheitsstrafe verbüssen und erhält einen Landesverweis von 15 Jahren.
  • Der heute 25-Jährige hatte am 1. Oktober 2024 in Zürich-Oerlikon eine Gruppe von Kindergartenkindern mit einem Messer angegriffen. Drei Knaben wurden verletzt, einer von ihnen schwer.

Zusätzlich zur Freiheitsstrafe ordnete das Gericht eine ambulante Therapie an, wie die Richterin bei der Urteilseröffnung am Freitagnachmittag sagte. Damit folgte das Gericht den Forderungen der Staatsanwaltschaft. Die Verteidigung verlangte zuvor einen Freispruch.

+++ Details zum Urteil folgen +++

Drei Kinder verletzt

Der Beschuldigte hatte die Kindergruppe in der Nähe seines Wohnortes in Zürich-Oerlikon mit einem Messer attackiert. Eine Hortangestellte konnte ihn an den Armen festhalten, bis er das Messer fallen liess. Weitere Passanten eilten zu Hilfe.

Die Staatsanwaltschaft warf dem Studenten vor, die Tat wochenlang vorbereitet zu haben. Schon im August 2024 habe der Beschuldigte Chat-GPT zu den juristischen Konsequenzen für Töten durch Erstechen befragt, heisst es in der Anklageschrift. Später habe er recherchiert, wo er in Zürich Kinder antreffen könnte, und online ein Messerset bestellt.

Zudem habe er anatomische Darstellungen des menschlichen Körpers studiert und an rohem Rindfleisch Stiche und Schnitte geübt. Am Tattag habe er mit einem 8.5 Zentimeter langen Messer auf die Kinder eingestochen.

Drei Polizisten stehen neben Einsatzfahrzeugen vor einem Gebäude.
Legende: Am 1. Oktober 2024 griff der damals 23-jährige Student eine Gruppe von Kindern aus der Nachmittagsbetreuung mit einem Messer an. KEYSTONE/Michael Buholzer

Die Staatsanwaltschaft wertete das Vorgehen als besonders skrupellos und beantragte deshalb einen Schuldspruch wegen mehrfachen versuchten Mordes.

Verteidigung beruft sich auf psychische Erkrankung

Im Zentrum des Prozesses stand die Frage, ob der Student zum Tatzeitpunkt schuldfähig war. Ein psychiatrisches Gutachten attestierte ihm eine schwere psychotische Störung und eine aufgehobene Steuerungsfähigkeit. Der Gutachter Elmar Habermeyer erklärte vor Gericht, die Tötungsabsicht sei eine klare Folge der Erkrankung gewesen. Der Student habe sich mit zunehmender Krankheit radikalisiert. Aktuell zeige er keine akuten Symptome, das Rückfallrisiko für Gewaltdelikte sei gering. Der Verteidiger verlangte deshalb einen Freispruch.

Der Beschuldigte schilderte vor Gericht, er habe sich vor dem Angriff in einer eigenen Welt befunden. Etwa drei Wochen vor der Tat habe er eine männliche Stimme in seinem Kopf gehört. Diese habe ihm gesagt: «Entweder stirbst du, oder du tötest Kinder.» An viele Einzelheiten erinnere er sich heute nicht mehr. Er bat die Opfer um Entschuldigung.

Tat am chinesischen Nationalfeiertag

Der Student lebte seit August 2023 in Zürich und studierte an der Universität Zürich. Laut Anklage wählte er für den Angriff bewusst den chinesischen Nationalfeiertag. Die Staatsanwaltschaft führte als Motive Rachsucht, Geltungsdrang und wahnhaft-ideologische Verblendung an. Der Beschuldigte habe sich in der Schweiz nicht respektiert gefühlt und sei zunehmend unglücklich gewesen.

Die Eltern der betroffenen Kinder forderten Schadenersatz und Genugtuung. In einem Brief schilderten sie, wie ihr Sohn seit dem Angriff unter Schlafstörungen und Angst vor seinen Träumen leide.

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