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Sunday, November 1, 2026

Unverständnis und Forderungen – Nach der Krawallnacht in Zürich – so reagiert die Politik

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Die SP Stadt Zürich verurteilt die Gewalt und Zerstörungswut «aufs Schärfste», wie sie in einem Communiqué festhält. «Offensichtlich ging es den Beteiligten nur um Sachbeschädigung und Konfrontation», lässt sich Präsident Oliver Heimgartner zitieren. Für solches Vorgehen gebe es keinen Platz in Zürich.

Eticus Rozas, Co-Präsident der Stadtzürcher Grünen, sagte der Nachrichtenagentur Keystone-SDA, dass seine Partei sinnlose Gewalt verurteile. Ihn störe es, dass eine kleine Gruppe die Jugendproteste in Europa, die auch legitime Forderungen formuliere, dazu missbrauche, um Gewalt auszuüben.

Am späten Samstagabend hatten sich in Zürich mehrere hundert Personen mit Halloweenmasken zu einer unbewilligten Kundgebung versammelt. Dabei kam es zu mehreren Sachbeschädigungen: Beteiligte setzten Strassenbarrikaden und ein Auto in Brand. Die Einsatzkräfte wurden mit Pyrotechnik, Flaschen und Steinen angegriffen.

Sie setzte ihrerseits Wasserwerfer, Reizgas und Gummischrot gegen die Randalierenden ein. Auch in Basel und Bern kam es am Samstagabend zu Ausschreitungen.

Wie Judith Hödl vom Mediendienst der Stadtpolizei Zürich mitteilt, wurde in der Nacht auf Sonntag ein Polizist mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung in ein Spital eingeliefert. Er konnte dieses aber wieder verlassen.

Unklar sei derzeit, ob ein verletzter Teenager zu den Randalierern gehört habe oder nicht, sagte Hödl weiter.

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  • Bild 1 von 11. Gegen die gewaltbereiten Demonstrierenden setzt die Polizei einen Wasserwerfer ein. Bildquelle: KEYSTONE / Christian Beutler.

    Mehrere Personen in taktischer Ausrüstung auf einer nassen Strasse bei Nacht.
  • Bild 2 von 11. Insbesondere am Helvetiaplatz kommt es zu Ausschreitungen. Eine Barrikade wird aufgebaut und dann angezündet. Bildquelle: KEYSTONE/Christian Beutler.

  • Bild 3 von 11. Randalierende zünden auch an der Langstrasse einen Container an. Bildquelle: KEYSTONE / Christian Beutler.

  • Bild 4 von 11. Einige Demonstrierende verbergen sich hinter Masken. Bildquelle: KEYSTONE / Christian Beutler.

  • Bild 5 von 11. Die Polizei rückt in Vollmontur aus, auch die Berufsfeuerwehr von Schutz und Rettung Zürich steht im Einsatz. Bildquelle: SRF / BRK.

  • Bild 6 von 11. Scheiben von Haltestellen werden besprayt und Tramgleise blockiert. Bildquelle: SRF / BRK.

  • Bild 7 von 11. Am Tag danach sind die Spuren der Krawallnacht im Kreis 4 der Stadt Zürich deutlich zu sehen: eingeschlagene Scheiben, … Bildquelle: SRF/Stefan Reinhart.

  • Bild 8 von 11. ... Scherben, ... Bildquelle: SRF/Stefan Reinhart.

  • Bild 9 von 11. ... Sprayereien ... Bildquelle: SRF/Stefan Reinhart.

  • Bild 10 von 11. ... und Spuren von Bränden. Hier haben die Krawallanten ein Auto abgefackelt. Bildquelle: SRF/Stefan Reinhart.

  • Bild 11 von 11. Während der Krawallnacht wurden zahlreiche Haltestellen des öffentlichen Verkehrs – hier die Tramhaltestelle Helvetiaplatz in Zürich – beschädigt. Bildquelle: KEYSTONE/Christian Beutler.

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Die Stadtzürcher SVP ist gemäss einer Mitteilung schockiert über das Ausmass der Gewalt und der Sachbeschädigungen. Die Sicherheitskräfte hätten zu defensiv agiert und den linken Chaoten zu viel Raum für ihre Zerstörungswut geboten. Für die SVP ist deshalb klar: Das Korps der Stadtpolizei müsse aufgestockt werden. Zudem haben sie Forderungen an den Stadtrat. So schreibt SVP-Nationalrätin Nina Fehr Düsel auf der Plattform X, dass der Zürcher Stadtrat Rechenschaft darüber ablegen müsse, «weshalb die Krawalle trotz Warnzeichen nicht frühzeitig unterbunden wurden».

Die FDP der Stadt Zürich schreibt in einem Communiqué, anders als in Frankreich und Italien liege in Zürich keine Zukunftsangst vor, sondern es handle sich um kriminelle Selbstinszenierung.

Die Jungfreisinnigen und die Junge SVP Zürich verlangen nach den Ausschreitungen vom Samstagabend eine Distanzierung der linken Parteien vom Krawall, die JSVP explizit von der Juso. Ihnen wird vorgeworfen, Zustände wie in Frankreich anzustreben. Zudem verlangte die JSVP, dass sich Sicherheitsvorsteherin Karin Rykart (Grüne) erklären müsse, weshalb Zürich «erneut im Chaos versank», wie es im Communiqué heisst.

Es seien zusätzliche Polizeistellen in dem Umfang zu bewilligen, den Sicherheitsvorsteherin Karin Rykart (Grüne) selbst für notwendig halte, teilen die Jungfreisinnigen mit. Dies gelte auch für Material wie Wasserwerfer und Tränengas.

Die Jungpartei der SP antwortete schriftlich auf eine Anfrage von Keystone-SDA. «Da wir als Juso Stadt Zürich an den Geschehnissen gestern Nacht nicht beteiligt waren und uns die genauen Vorkommnisse unbekannt sind, kann von unserer Seite kein voreiliges Statement erwartet werden», schreibt Co-Präsidentin Alexandra Zeidler.

Die Kantonspolizei Zürich unterstützte in der Nacht auf Sonntag die Stadtpolizei und verhaftete im Zusammenhang mit den Ausschreitungen zwei junge Männer. Die beiden trugen Waffen und Vermummungsmaterial bei sich, wie die Kapo mitteilte. Bei den sichergestellten Waffen handelte es um Quarzsandhandschuhe, wie ein Polizeisprecher auf Anfrage von Keystone-SDA präzisierte. Diese Handschuhe gelten als Waffe, da sie die Schlagwirkung verstärken.

Die Kapo ertappte die beiden Schweizer im Alter von 19 und 21 Jahren, wie sie auf einer Baustelle mutmasslich Wurfgegenstände sammelten, um diese später gegen die Polizei einsetzen zu können. Zudem sprach sie 18 Wegweisungen aus.

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