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Monday, October 12, 2026

Jetzt schlagen die Ricardo-Betrüger auf Whatsapp zu

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Kunden aufgepasst!

Jetzt schlagen die Ricardo-Betrüger auf Whatsapp zu

Der Online-Marktplatz Ricardo hat ein Datenleck zu verdauen. Nun versuchen Betrüger, Ricardo-Kunden mit Whatsapp-Nachrichten in die Falle zu locken. Besonders perfid: Die Kriminellen kennen persönliche Angaben der Betroffenen. So schützt du dich.

Publiziert: vor 14 Minuten

  • Bei Hacker-Attacke auf Ricardo wurden persönliche Daten von rund 890'000 Nutzerkonten gestohlen
  • Jetzt erhalten Kunden betrügerische Whatsapp-Nachrichten
  • Ricardo warnt vor gezielten Betrugsversuchen

Nathalie BennRedaktorin Wirtschaft

Vergangene Woche wurde der Schweizer Online-Marktplatz Ricardo Opfer einer gross angelegten Cyberattacke: Kriminelle haben dabei persönliche Daten von rund 890'000 Nutzerkonten erbeutet. Durch eine Sicherheitslücke beim Secondhand-Riesen konnten sie auf Namen, Postanschriften und Telefonnummern zugreifen. E-Mail-Adressen und Passwörter waren laut Ricardo nicht betroffen. Die Sicherheitslücke wurde mittlerweile geschlossen.

Doch die Hacker treiben offenbar weiter ihr Unwesen. Einige Ricardo-Kunden erhalten derzeit verdächtige Nachrichten auf der Plattform Whatsapp, wie die «Aargauer Zeitung» berichtet.

Betrüger kennen Namen und Wohnadresse

Darin behaupten die Absender, bei einer Ricardo-Transaktion sei eine «auffällige Aktivität» festgestellt worden. Die Empfänger werden aufgefordert, ihre Kontoinformationen über einen Link zu bestätigen. Besonders perfid: In den Nachrichten stehen die korrekten Namen und Wohnadressen der Empfänger. Die Betrüger verwenden unterschiedliche Absendernamen, etwa das Ricardo Help Center. Die mitgeschickten Links führen jedoch nicht auf die echte Ricardo-Webseite, sondern auf dubiose Internetadressen.

Ob die verwendeten Daten tatsächlich aus dem jüngsten Datenleck stammen, kann nicht festgestellt werden. Die Verwendung der korrekten Namen und Wohnadressen lässt allerdings darauf schliessen. Ricardo warnte seine Kunden in einer E-Mail vom Freitagnachmittag ausdrücklich vor gezielten Betrugsversuchen mit den offengelegten Informationen. Der Online-Marktplatz kündigte zudem an, wegen des Datenangriffs Strafanzeige zu erstatten.

So schützt du dich vor den Betrügern

  • Wer eine solche Whatsapp-Nachricht erhält, sollte keinesfalls auf irgendwelche Links klicken oder persönliche Daten eingeben. Ob mit dem eigenen Konto alles in Ordnung ist, lässt sich einfach selbst direkt über die Ricardo-App oder -Website überprüfen.
  • Die verdächtigen Nachrichten sollten umgehend dem Ricardo-Kundendienst gemeldet und die Absender blockiert werden.
  • Wer bereits ein Passwort auf einer verdächtigen Seite eingegeben hat, sollte dieses so schnell wie möglich ändern – auch bei anderen Diensten, falls es dort ebenfalls verwendet wird.
  • Hat man Kreditkarten-, Bank- oder Twint-Daten preisgegeben, muss sofort die zuständige Bank kontaktiert werden. Ist ein finanzieller Schaden entstanden oder besteht der Verdacht auf Identitätsmissbrauch, solltest du zudem in Erwägung ziehen, Anzeige bei der Polizei zu erstatten.
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