Wasser-Trick durchschaut: Tiffany (30) stellt Taschendiebe

Darum gehts
- Die Tiktokerin Tiffany (30) wurde am 11. September in Basel Opfer eines Trickdiebstahls durch drei Personen.
- Einer der Täter griff ihr in die Tasche, während ein Komplize Wasser als Ablenkung über die Bank schüttete.
- Bis die Polizei eintraf, verfolgte sie die Diebe und wurde mehrmals angeschrien.
«Die Situation kam mir schon komisch vor», erzählt die 30-jährige Tiffany, als sich drei fremde Menschen direkt neben sie setzten. Einer von den dreien – zwei Jungs und ein Mädchen – schüttete scheinbar aus Versehen Wasser über die Bank. «Währenddessen griff einer von ihnen in meine Tasche», schilderte die Basler Expat Tiffany die Situation, die sich vor rund einer Woche abspielte.
Alles sei gleichzeitig passiert. «Ich war so geschockt, als ich die Hand in meiner Tasche fühlte.» Ihre Panik stieg. «Lucky me, ich hatte kein Portemonnaie dabei, nur mein Buch und mein Handy, das ich in der Hand hielt.»
«Ich war in Panik und keiner wollte mir helfen»
«Ich wollte direkt die Polizei rufen, aber ich war so in Panik, dass ich bei Passanten nach der Nummer fragen musste.» Das Schlimmste für Tiffany: Nach eigenen Angaben wollte ihr keiner helfen: «Ich habe mich so alleine gefühlt.»
Notfallnummer mit ChatGPT
«Ich habe dann bei ChatGPT einfach die Nummer der Polizei erfragt und währenddessen zitternd die drei verfolgt. Gerade der, der in meine Tasche griff, rannte schon vorweg.» Zitternd und unter Adrenalin verfolgte Tiffany die anderen beiden aus der Diebesbande, während eine schrie: «Warum verfolgst du uns?» Bis die Polizei eintraf, wurde die Diebin aggressiver und schrie weiter: «Warum machst du ein Video, warum hast du die Polizei gerufen?»
Tiffany warnt: «Lasst eure Tasche nicht unbeaufsichtigt und stets in Griffnähe. Achtet immer auf eure Umgebung. Wenn sich etwas nicht richtig anfühlt, dann ist es wahrscheinlich auch nicht richtig.»
Verschiedene Methoden
Die Kantonspolizei kann den Vorfall von Tiffany bestätigen und informiert, dass «häufig Trickbetrüger verschiedene Methoden anwenden, um ihre Opfer abzulenken. Die beschriebene Vorgehensweise, wie bei Tiffany, ist eine davon.» Speziell vor Schmuckdieben mit gezielter Ansprache warnt sie: Diese nutzen Nähe, harmlose Fragen und körperlichen Kontakt zur Ablenkung, um insbesondere Halsketten vorwiegend älterer Personen zu stehlen. Die Tipps der Polizei:
- Distanz wahren: Keine Nähe und nicht in fremde Fahrzeuge beugen.
- Bei ungewöhnlicher Hilfsbereitschaft misstrauisch sein.
- Aufmerksam bleiben im öffentlichen Raum.
- Auf Mitmenschen achten. Besonders, wenn ältere Menschen auf ungewöhnliche Weise angesprochen oder angerempelt werden.
- Verdächtige Situationen melden.
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Pina Olivia Wiemer (pow) arbeitet seit 2026 für 20 Minuten. Sie ist seit Mai 2026 Praktikantin bei der Lokalredaktion Basel.
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