UBS-Aktie zieht an: Steht ein Zusammenschluss bevor?

- Die UBS-Aktie ist am Freitagvormittag um fast 3 Prozent gestiegen.
- Auslöser sind Berichte über einen möglichen Zusammenschluss mit Morgan Stanley, Standard Chartered oder der Deutschen Bank.
- UBS-Chef Sergio Ermotti betonte zuletzt, die Bank wolle weiterhin von der Schweiz aus tätig bleiben.
Die UBS-Aktien haben am Freitagvormittag kräftig zugelegt. Der Kurs stieg um 2,9 Prozent auf 40,57 Franken und damit stärker als der Schweizer Aktienmarkt insgesamt. Laut «Cash» holen die Titel damit einen Teil der Verluste aus den vergangenen Tagen auf.
Hinter dem Anstieg dürften nicht nur Käufe nach dem jüngsten Kursrückgang stehen. Für Aufmerksamkeit sorgen auch Berichte über einen möglichen Zusammenschluss der UBS mit einer Bank im Ausland. Das US-Portal «Semafor Business» schreibt unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen, die UBS-Spitze diskutiere erneut darüber, wie sie dem strengen Schweizer Aufsichtsrahmen entkommen könnte.
Mehrere mögliche Partner
Als mögliche Partner werden Morgan Stanley aus den USA, Standard Chartered aus Grossbritannien und die Deutsche Bank genannt. Die UBS äusserte sich gegenüber «Semafor Business» nicht zu den Spekulationen.
Parallel dazu hat sich die Debatte um die Kapitalvorgaben für die UBS verschärft. Der Ständerat will, dass Auslandstöchter grosser Banken zu 90 Prozent mit besonders sicherem Eigenkapital abgesichert werden. Die UBS kritisiert diesen Kurs: Er würde die bereits strengen Schweizer Regeln weiter verschärfen.
Ein Wegzug der UBS aus der Schweiz ist damit aber nicht angekündigt. Konzernchef Sergio Ermotti hatte zuletzt betont, die Bank wolle weiterhin von der Schweiz aus weltweit konkurrenzfähig bleiben.
Reto Bollmann (bre), Jahrgang 1991, verstärkt seit Ende 2021 als Redaktor den Newsdesk von 20 Minuten. Eine Vorliebe hat er für politische, wissenschaftliche und geschichtliche Themen.
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