Nationalrat beschliesst freie Fahrt für Olympische Winterspiele in der Schweiz

Kein Referendum!
Nationalrat beschliesst freie Fahrt für Olympische Winterspiele in der Schweiz
Die Schweiz will 2038 die Olympischen Winterspiele austragen – für 2,2 Milliarden Franken, grösstenteils privat finanziert. Ein Referendum hätte die Pläne bodigen können. Der Nationalrat hat sich nun aber dagegen ausgesprochen.
Publiziert: 09:03 Uhr
Aktualisiert: vor 4 Minuten
2038 sollen die Olympischen Spiele in der Schweiz stattfinden, mit Wettkämpfen an verschiedenen Orten für 2,2 Milliarden Franken, der grösste Teil privat finanziert. Das plant zumindest Swiss Olympic.
Die Chancen stehen grundsätzlich gut: Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat mit der Schweiz einen sogenannten «privilegierten Dialog» vereinbart. Bis Ende 2027 darf sie ohne Konkurrenz planen. Erfüllt das Konzept die Anforderungen, erhält die Schweiz den Zuschlag.
Doch das Parlament hätte die Möglichkeit gehabt, den Spielen einen Strich durch die Rechnung zu machen. Es könnte in den 200-Millionen-Kredit, den die Eidgenossenschaft spricht, ein fakultatives Referendum einbauen. Werden 50’000 Unterschriften gesammelt, könnte die ganze Schweiz darüber abstimmen. Darüber hat der Nationalrat am Donnerstag debattiert. Er hat sich aber nun schon einmal dagegen entschieden. Der Ständerat muss noch entscheiden.
Das Problem: Eine Abstimmung wäre wohl erst im Juni 2027. Doch das Dossier muss bereits im Februar beim IOC eingereicht werden. Swiss Olympic hatte im Vorfeld gewarnt: Eine Volksabstimmung würde den Zeitplan gehörig durcheinanderbringen. «Das Dossier muss bis Februar 2027 beim IOC eingereicht werden, damit dieses die Winterspiele anlässlich der IOC-Session von Ende April/Anfang Mai 2027 an die Schweiz vergeben kann.» Kommt das Referendum, wäre das nicht möglich. Entscheidet sich der Ständerat nicht anders, ist der Weg nun aber frei.
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