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Tuesday, November 3, 2026

Was Schweizer zu Hause vor ihren Liebsten verstecken

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Studie zeigt überraschende Einblicke in den Wohnalltag

Was Schweizer zu Hause vor ihren Liebsten verstecken

Was passiert hinter Schweizer Wohnungstüren? Der diesjährige Ikea-Wohnmonitor zeigt Routinen und kleine Geheimnisse: vom Kleiderstuhl über ungeplante Sofaschläfchen bis zu versteckten Naschereien.

Publiziert: vor 17 Minuten

  • Für 80 Prozent ist das Sofa zentral, jeder Vierte schläft dort einmal pro Woche ungeplant ein
  • Süssigkeiten werden nur ungern geteilt
  • Der «Kleiderstuhl» wird in der Schweiz immer beliebter
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Moritz MeisterRedaktor Wirtschaft

Würde nicht jeder gerne einmal Mäuschen in der Nachbarswohnung spielen? Die Meinungsforscher von Sotomo haben es gewagt und dafür 2410 Personen in der Schweiz repräsentativ befragt. Auftraggeber war das schwedische Möbelhaus Ikea, Herausgeberin des Ikea-Wohnmonitors 2026.

Vom chronisch überladenen «Kleiderstuhl» über unverschlossene Haustüren bis hin zu Süssigkeiten, die Eltern vor ihren eigenen Kindern verstecken: Hier sind die überraschendsten, ehrlichsten und intimsten Fakten aus dem Schweizer Wohnalltag.

Haustür bleibt offen

Die Schwelle zum eigenen Zuhause markiert für viele Schweizer den Beginn der eigenen Wohlfühloase: 92 Prozent von ihnen entledigen sich nach Feierabend als Erstes ihres Schuhwerks. Die Sicherheit bleibt dabei bei den meisten vor der Haustüre stehen. Nur die Hälfte der Schweizer schliesst nach dem Eintreten tatsächlich die Haustüre auch ab.

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Erstmal Hände waschen

Nach dem Feierabend im vollen Pendlerzug oder Tram wollen viele Stadtbewohner den Tag erst einmal hinter sich lassen. In den Schweizer Grossstädten gehört der direkte Gang zum Waschbecken zur gründlichen Reinigung für drei Viertel zur festen Routine. Auf dem Land verspürt diese Dringlichkeit mit 44 Prozent nicht einmal jede zweite Person. Auffallend auch: Nicht Stadt- oder Land-Menschen, sondern Personen aus der Agglomeration ziehen sich am häufigsten gleich um, wenn sie zu Hause ankommen.

Schläfchen auf dem Sofa

Für 80 Prozent der Schweizer ist das Sofa das Zentrum der Entspannung. Dabei bleibt der Grat zwischen gemütlichem Abschalten und tiefem Schlaf schmal. Etwa jeder vierte Schweizer schläft einmal pro Woche ungeplant auf dem Sofa ein. Im Tessin kommt es gar bei über einem Drittel zum ungeplanten Schläfchen.

Hoher Ordnungsanspruch

Unordnung ist für viele ein Wohlfühl-Killer: Satte 66 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer können daheim erst dann wirklich abschalten, wenn gründlich aufgeräumt wurde. Dass Ordnung für viele nicht nur Anspruch, sondern auch Realität ist, zeigt, dass 63 Prozent der Befragten angeben, ihr Zuhause sei im Alltag auch ordentlich.

Egoismus beim Naschen

Geteilte Freude ist doppelte Freude – es sei denn, es handelt sich um die Lieblingssüssigkeit. Wenn es um Naschereien geht, herrscht in vielen Schweizer Haushalten erstaunlich viel Heimlichtuerei. Genau 35 Prozent der Familienhaushalte deponieren Süssigkeiten an geheimen Orten, um sie vor den neugierigen Händen des Nachwuchses zu schützen. Wer aber glaubt, ohne Kinder herrsche mehr Solidarität, der irrt sich. Auch in kinderlosen Haushalten versteckt jede vierte Person die eigenen Naschereien konsequent vor den Mitbewohnenden oder dem Partner.

Verstecken von privaten Notizen

Doch nicht nur Süssigkeiten werden vor anderen Mitbewohnenden versteckt. Etwa ein Drittel der Schweizer pflegt in den eigenen vier Wänden handfeste Geheimverstecke vor den Mitbewohnenden. In Haushalten mit Kindern steht das Wegsperren besonders hoch im Kurs. In Familien verstecken 41 Prozent ausgewählte Gegenstände an geheimen Orten. Bei Paaren halten 47 Prozent Tagebücher oder persönliche Notizen geheim. In Familienhaushalten versteckt über die Hälfte das Négligé oder Sexspielzeug, wohl vor dem neugierigen Nachwuchs. Ob Dinge auf dem Handy versteckt werden, wurde nicht abgefragt.

Der Kleiderstuhl

In Schweizer Haushalten gibt es ihn immer häufiger: ein Stuhl, auf dem niemand mehr sitzt. Stattdessen dient er 58 Prozent der Schweizer als Rettungsanker zwischen frischen Kleidern und Schmutzwäschekorb. Durchschnittlich drei bis vier Kleidungsstücke werden auf dem «Kleiderstuhl» zwischengelagert, bevor sie endgültig gewaschen oder wieder angezogen werden.

Heimliches Entsorgen

Das ausgeleierte Lieblingsshirt, verstaubte Souvenirs oder nutzloser Krimskrams: Wenn alles Bitten um Ordnung nicht hilft, wird in Schweizer Wohnungen gerne kurzer Prozess gemacht. Vor allem Frauen fackeln nicht lange bei hartnäckigen Haushalts-Messies. Beachtliche 44 Prozent haben schon heimlich Besitztümer eines Mitbewohners oder der Kinder entsorgt, weil diese das Loslassen verweigerten. Die Männerwelt geht beim erzwungenen Minimalismus etwas zögerlicher vor. Doch auch hier hat etwa jeder vierte Mann ungeliebte Dinge schon einmal heimlich verschwinden lassen.

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