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Thursday, October 1, 2026

Ab 2,40 Euro werden Autofahrer zu Benzindieben

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  • In Deutschland steigt die Zahl der Tankdiebstähle wegen hoher Benzinpreise – besonders bei jungen und älteren Autofahrenden.
  • Laut dem deutschen Tankstellen-Interessenverband sinkt die Hemmschwelle zur Kriminalität ab etwa 2,40 Euro pro Liter.
  • In der Schweiz ist die Zahl der «Tanksünder» im Vergleich zum Vorjahr praktisch unverändert, wie Migrol, Shell und der Verband der Tankstellenshops bestätigen.

Die hohen Benzinpreise sorgen in Deutschland für Probleme. Laut dem Tankstellen-Interessenverband Deutschland tanken immer mehr Autofahrende, ohne zu bezahlen. «Bild» berichtete darüber.

Nach Angaben des Verbands steigt die Bereitschaft zu Tankdiebstählen besonders bei jungen Menschen und bei Älteren. In der Schweiz kam es bisher nicht zu einer ähnlichen Entwicklung, wie 20 Minuten auf Anfrage erfahren hat.

«Hemmschwelle zur Kriminalität sinkt»

«Sobald die Preise Richtung 2,40 Euro gehen, sinkt die Hemmschwelle zur Kriminalität. Dann fahren einige einfach weg, ohne zu bezahlen», sagte der Sprecher des deutschen Tankstellen-Interessenverbands gegenüber «Bild».

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In einigen Fällen handle es sich zwar um Missverständnisse. Viele Leute würden das Bezahlen auch schlicht vergessen, so der Sprecher. Dann erledigt sich der Fall von selbst. Allerdings gebe es auch Profi-Diebe. «Einige versuchen, ihre Identität zu verschleiern, etwa mit gestohlenen oder überklebten Kennzeichen.» Damit würden sie jedoch nicht weit kommen, meint der deutsche Interessenverband. Meist komme die Polizei den Sündern auf die Spur.

Keine vergleichbare Zunahme in der Schweiz

«Die Zahlen in der Schweiz von sogenannten ‹Tanksündern› sind im Vergleich zum Vorjahr praktisch unverändert», erklärt der Verband Tankstellenshops Schweiz auf Anfrage von 20 Minuten. Auch die Migrol-Tankstellen und Shell dementieren eine Zunahme solcher Fälle.

«Migrol verzeichnet regelmässig einzelne Fälle, in denen Kundinnen oder Kunden eine Tankstelle verlassen, ohne den getankten Treibstoff zu bezahlen», schreibt eine Sprecherin von Migrol. «Eine generelle Zunahme oder einen Zusammenhang mit den aktuell höheren Treibstoffpreisen können wir derzeit nicht feststellen.» Zudem weist die Sprecherin darauf hin, dass es sich «nach unseren Erkenntnissen häufig nicht um vorsätzliche Handlungen handelt».

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Simon Misteli

Simon Misteli (sim), Jahrgang 1995, arbeitet seit 2024 als Redaktor am Newsdesk. Dabei schreibt er über verschiedenste Themen mit einem Fokus auf Auslandsgeschichten.

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