– Grünes Licht für Hinrichtung – Abbruch nach zwei Giftspritzen

- Das Oberste US-Gericht hat den Vollstreckungsstopp einer historischen Hinrichtung im Bundesstaat Tennessee aufgehoben.
- Die Todesstrafe sollte zunächst am Mittwochnachmittag Schweizer Zeit vollstreckt werden, wurde dann aber auf später am Tag verschoben.
- Nun berichten Medien, dass die Hinrichtung nach zwei Giftspritzen abgebrochen worden sei.
- Es wäre die erste Hinrichtung einer Frau in Tennessee seit über 200 Jahren.
Die zum Tode verurteilte Christa Pike hatte Zweifel an der Rechtmässigkeit des vorigen Verfahrens dargelegt, die inhaltlich geprüft werden mussten. Zentraler Punkt dabei war die gerichtliche Würdigung der Traumata, die Pike eigenen Angaben zufolge als Kind erlitt.
Das Oberste US-Gericht gab einem Eilantrag der für die Gefängnisse zuständigen Behörde des Bundesstaates schliesslich statt und setzte damit den Vollstreckungsstopp einer unteren Instanz ausser Kraft. Der Staat Tennessee warf in dem Eilantrag der Verteidigung Pikes eine bewusste Verzögerungstaktik in letzter Minute vor, um die Vollstreckung zu verhindern.
Pike hätte bereits am Mittwochnachmittag Schweizer Zeit hingerichtet werden sollen – nach dem zwischenzeitlichen Stopp sollte die Hinrichtung später am Tag vollzogen werden. Ersten Medienberichten zufolge kam es jedoch nicht dazu. Demnach erhielt Pike zwei Giftspritzen, war aber auch mehr als 40 Minuten später noch bei Bewusstsein. Anwesende Medienvertreter seien aus dem Bereich gebracht worden. Offizielle Angaben dazu, was geschehen sei, gab es zunächst nicht.
Es wäre die erste Hinrichtung einer Frau in Tennessee seit über 200 Jahren.
Die 50-jährige Pike wurde 1996 für den Mord an einer damals 19-jährigen Bekannten zum Tode verurteilt. Die Täterin war zum Tatzeitpunkt 18 Jahre alt.
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