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Thursday, October 1, 2026

SRF spart auch bei Stefan Büsser: Diese Kamerafahrt ist zu teuer

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  • SRF streicht bei «Late Night Switzerland» die Krankamera, die bisher für die Eröffnungsfahrt durch das Zürcher Kaufleuten sorgte.
  • Auch die Schnittredaktion der Show mit Stefan Büsser (41) fällt weg – inhaltlich soll die Sendung aber weiterlaufen.
  • Die SRG muss bis 2029 rund 17 Prozent ihres Budgets sparen; mehrere hundert Stellen sollen wegfallen.

Beim Start jeder «Late Night Switzerland»-Sendung saust eine Kamera durch das Zürcher Kaufleuten, vorbei am Publikum und ab auf die Bühne zu Stefan Büsser. Darauf müssen der 41-jährige Komiker und sein Team künftig allerdings verzichten. SRF verzichtet aus Spargründen auf die dafür eingesetzte Krankamera. Das berichtet «Schweiz heute».

Damit nicht genug: Bei der Late-Night-Show soll künftig auch die Schnittredaktion wegfallen. Inhaltlich soll die Sendung mit Büsser aber weitergeführt werden. Wie viel Geld SRF mit den Änderungen konkret einspart, ist nicht bekannt.

Obwohl die von SVP-Politiker Albert Rösti einst mitinitierte Halbierungsinitiative Anfang März mit 62 Prozent Nein klar scheiterte, muss die SRG trotzdem deutlich sparen. Der Grund neben sinkenden Werbeeinnahmen: UVEK-Vorsteher Rösti konnte im Bundesrat als Reaktion auf die Initiative eine Senkung der Radio- und TV-Abgabe bis 2029 von 335 auf 300 Franken durchsetzen, ohne die Stimmberechtigten dazu zu befragen. Auch dadurch muss die SRG bis Anfang 2029 rund 17 Prozent ihres Budgets einsparen. Mehrere hundert Stellen sollen wegfallen, ein grosser Teil der Sparmassnahmen ist bereits ab der zweiten Hälfte 2026 vorgesehen.

Wie beobachtest du die eingeleiteten Sparmassnahmen bei der SRG?

Auch der «Literaturclub» muss umziehen

Praktisch alle Formate sind davon betroffen, unter anderem der «Literaturclub». Die Sendung wird künftig nicht mehr im Zürcher Papiersaal, sondern auf dem SRF-Campus in Leutschenbach aufgezeichnet. Inhaltlich soll sich am Format nichts ändern.

Auch bei «Einstein», «Puls», «SRF bi de Lüt», verschiedenen Samstagabend-Shows und Angeboten von SRF Impact werden die Herstellungs- und Produktionskosten gesenkt. Im Radio setzt SRF zudem stärker auf Wiederholungen: Wöchentliche Formate sollen ihre Erstausstrahlungen nur noch während der 40 wirkungsstärksten Wochen des Jahres erhalten.

Die Einschnitte gehen über einzelne Sendungen hinaus. Bei aktuellen Newsformaten sowie bei «Kassensturz» und «Rundschau» will SRF enger mit den anderen Sprachregionen zusammenarbeiten. Zudem sind unternehmensweit Einsparungen durch vermehrten KI-Einsatz sowie Kürzungen etwa bei Marketing, Markenführung und Archiven vorgesehen.

Dario Aeberli

Dario Aeberli (dae), Jahrgang 1995, arbeitet seit Oktober 2023 als People-Redaktor bei 20 Minuten. Zuvor war er Lokaljournalist und beim «Migros-Magazin».

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