UBS spart beim Nachwuchs: Grosser Lohnsprung erst nach Extrarunde

- Die UBS führt bei ihren jungen Investmentbankern die Zwischenstufe «Associate 0» ein.
- Das Grundgehalt beträgt dort rund 155'000 Franken, etwa 20'000 Franken weniger als bisher beim «Associate».
- Nach sechs Monaten in dieser Position folgt die nächste Lohnerhöhung.
Die UBS hat den grossen Stellenabbau seit der Übernahme der Credit Suisse noch nicht abgeschlossen. Bisher sind 20'000 Jobs verschwunden, weitere sollen folgen. Jetzt spart die einzige verbliebene Schweizer Grossbank bei den Jungen. Bei den Nachwuchs-Investmentbankern führte sie eine Zwischenstufe ein, wie «Bloomberg» unter Berufung auf Insider berichtet.
Bisher stiegen die jungen Investmentbanker bei der Bank nach zwei Jahren auf die erste Stufe zum «Associate» auf. In dieser Stufe gibt es einen Jahreslohn von 175'000 Franken, allfällige Boni kommen noch oben drauf. Neu folgt zuerst der Aufstieg in den Rang «Associate 0» mit einem Grundgehalt von rund 155'000 Franken, also etwa 20'000 Franken weniger, wie die Zeitung schreibt.
Zu hoher Lohnsprung
Als Grund für die Zwischenstufe geben die Insider der Zeitung an, dass der Bank der Lohnsprung zu gross gewesen sei. Das Grundgehalt vor dem «Associate»-Rang soll aber deutlich über dem Median des Schweizer Bruttolohns von 84'288 Franken liegen.
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Die Nachwuchs-Banker müssen aber kein ganzes Jahr für den kleineren Lohn in der neuen Stufe arbeiten, es handelt sich eher um eine Extrarunde. Laut Bericht bleiben sie sechs Monate in dieser Position, bevor sie eine weitere Lohnerhöhung erhalten.
Die UBS wollte der Zeitung auf Anfrage keine Stellungnahme abgeben. Sie geht dabei aber wie andere internationale Grossbanken vor. So haben die britische Bank Barclays und die US-Bank Citigroup ähnliche Änderungen mit tieferen Fixlöhnen und höheren variablen Vergütungen vorgenommen, um näher an der Wall Street zu sein.
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Fabian Pöschl (fpo) arbeitet seit 2020 für 20 Minuten. Er ist Verantwortlicher Wirtschaftsnews im Ressort Wirtschaft
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