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Thursday, September 10, 2026

Bettina Oberli gewinnt Fernsehpreis: Sexsucht begeistert die Deutschen

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Bettina Oberli gewinnt Fernsehpreis

Sexsucht begeistert die Deutschen

Bettina Oberli gewinnt als Schweizer Regisseurin den deutschen Fernsehpreis für ihre Serie «naked». Die Mini-Serie handelt von einem Paar, welches sich mit dem Thema Sexsucht in der Beziehung auseinandersetzen muss.

Publiziert: vor 13 Minuten

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft

  • Bettina Oberli gewinnt Deutschen Fernsehpreis für «Beste Regie Fiktion» mit «naked»
  • Die Serie thematisiert Sexsucht und zeigt komplexe Suchtdynamiken und Co-Abhängigkeit
  • «naked» als sechsteilige Mini-Serie in der ARD-Mediathek verfügbar
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Silja AndersRedaktorin People

«Es ist eine Wertschätzung der Regiearbeit», sagt Bettina Oberli (53) als Erstes, als Blick sie fragt, was ihr der Gewinn des Deutschen Fernsehpreises bedeute. «Es ist natürlich speziell, dass ich als Schweizerin diesen Preis gewonnen habe», erklärt sie. 

Den Deutschen Fernsehpreis erhielt die Schweizerin in der Kategorie «Beste Regie Fiktion» für die Serie «naked». Diese handelt von Marie und Luis, die sich auf einer Party kennenlernen, schnell ineinander verlieben – und sich mit einem grossen Problem konfrontiert sehen: Luis leidet unter Sexsucht. 

Serie erzählt über spezifische Sexsucht hinaus

Die Geschichte der beiden in einer sechsteiligen Mini-Serie hat Oberli besonders gereizt. «Man hat so viel Zeit, die Charaktere und ihre Komplexität tiefer zu erforschen», erklärt die Regisseurin. «Gerade bei so einem Thema ist es sehr wichtig, kein Schwarz-Weiss-Muster zu erzählen, sondern dank genug Erzählzeit in die Verästelungen aller Figuren einzutauchen und alle zu verstehen.»

Dass die Serie sich mit dem Thema Sexsucht beschäftigt, spielt für Bettina Oberli nur eine zweitrangige Rolle. Es habe sie aber gereizt, die Serie zu machen, weil es schon «so viele Filme und Serien über Alkoholsucht und andere Suchtkrankheiten» gebe und Sexsucht daher filmisch ein noch nicht so stark behandeltes Thema sei. Trotzdem ist sie der Meinung, dass Sexsucht in unserer Gesellschaft nicht tabuisiert wird oder weniger thematisiert wird als andere Süchte. Besonders habe ihr aber auch gefallen, dass die Drehbuchautoren Silke Eggert (46) und Sebastian Ladwig (39) nicht reisserisch mit dem Thema umgegangen seien. «Die Geschichte erzählt meiner Ansicht nach allgemein von Sucht und über die spezifische Sexsucht hinaus», erklärt Oberli.

«Jede Suchtdynamik hat diese typischen Muster. Man trifft jemanden, der krank ist, und denkt, man könne diese Person retten. Wenn das nicht geht, versucht man, sich anzupassen. Die Serie zeigt, wie weit eine solche Dynamik auch in eine Selbstzerstörung reingeht, bis zu einem Punkt, an dem man sich entscheiden muss: Will ich mit untergehen oder will ich überleben?», erklärt Oberli ihre Faszination am Thema von «naked». Die Mini-Serie zeige «klassische Verhaltensweisen bis hin zur Co-Abhängigkeit».

Wie geht es jetzt für Bettina Oberli weiter?

Der Deutsche Fernsehpreis hat Bettina Oberli nun ein paar weitere Türen im deutschsprachigen Raum geöffnet. Als Nächstes stehen ein Kinofilm, ein Dokumentarfilm und eine Doku-Serie an. Jetzt geniesst sie erst einmal ihren Fernsehpreis, der stolz daheim auf dem Wohnzimmertisch steht. Immerhin wollen ihre Kinder diesen auch zu Gesicht bekommen – «obwohl sie beeindruckter davon waren, als ich ihnen ein Selfie mit einem bekannten Fussballer geschickt habe», lacht die Regisseurin. 

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