Prompt rein, Spiel an: Google startet KI-Spielebaukasten Playground
Google hat mit Playground eine experimentelle Plattform vorgestellt, auf der Nutzer mithilfe generativer KI eigene Videospiele erstellen können. Laut Google reichen dafür einfache Textanweisungen aus, Programmierkenntnisse sind nicht erforderlich. Die Spiele laufen direkt im Browser, wobei sowohl 2D- als auch 3D-Spiele möglich sind. Auch Spiele anderer Nutzer lassen sich ausprobieren – zunächst nur in den USA.
Die Erstellung erfolgt über eine Chatoberfläche. Nutzer beschreiben ihre Idee, beginnen mit einer Vorlage oder lassen sich Schritt für Schritt durch den Prozess führen. Die KI erzeugt daraus ein spielbares Ergebnis, das sich sofort testen und mit weiteren Anweisungen verändern lässt. So können Nutzer Spielregeln, Figuren, Umgebungen und die Spielphysik anpassen. Auch eigene Bilder lassen sich hochladen: Die KI wandelt sie in Grafikelemente um, die zum Stil des Spiels passen.
Technisch kombiniert Google dafür seine KI-Modelle Gemini, Nano Banana und Lyria mit einem eigens entwickelten Softwaregerüst, das anhand interner Spiele und Tests optimiert wurde, sagt eine Google-Sprecherin zu The Verge. Fertige Spiele einschließlich HTML-, JavaScript- und CSS-Dateien sowie Grafiken lassen sich als Zip-Datei exportieren.
Nutzer können ihre Spiele per Link teilen oder in einer öffentlichen Galerie veröffentlichen. Für ausgewählte Genres unterstützt Playground auch Bestenlisten und Mehrspielerpartien, Letztere derzeit allerdings noch in einer frühen Testphase.
Zunächst nur in den USA verfügbar
Playground ist zunächst ausschließlich in den USA für Nutzer ab 18 Jahren verfügbar, schreibt Google. Das Spielen ist kostenlos, ebenso die KI-gestützte Erstellung eigener Titel. Letztere wird allerdings schrittweise freigeschaltet: Nutzer ohne kostenpflichtiges Google-AI-Abo können sich auf eine Warteliste setzen lassen und erhalten nach der Freischaltung ein begrenztes wöchentliches Tokenkontingent. Abonnenten erhalten dagegen sofort Zugang zur Spielerstellung sowie höhere Limits.
Wann die Plattform nach Deutschland kommt, ist noch offen. Google bezeichnet Playground als frühes Experiment.
Anspruchsvollere Spiele sollen künftig durch die Zusammenarbeit mit Unity möglich werden. Noch für dieses Jahr ist eine geschlossene Beta von Unity Spark geplant. Die Erweiterung soll anspruchsvollere Spielmechaniken, hochwertigere 3D-Grafik und die Unity-Laufzeitumgebung bieten. Spark soll zudem auf den Unity Asset Store mit von Künstlern erstellten Spielelementen zugreifen können. Außerdem sollen mehrere Nutzer gleichzeitig an einem Spiel arbeiten können, fertige Spark-Spiele lassen sich auf Playground teilen. Interessierte können sich bereits auf der offiziellen Website auf eine Warteliste setzen lassen.
Meta bietet mit Pocket in den USA eine ähnliche KI-Plattform an. Der Konzern hat zudem kürzlich zwei KI-gestützte Programme angekündigt, mit denen sich Spiele per Textanweisung auf dem Smartphone beziehungsweise im Browser erstellen lassen.
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