Nach 8 Auswärtspartien – Der EVZ ist heiss auf die verspätete Heim-Premiere

8 Auswärtsspiele am Stück sind genug: Am Freitag darf Zug erstmals in dieser National-League-Saison daheim antreten.
Über einen Monat nach Saisonbeginn ist es am Freitag endlich soweit: Der EVZ bestreitet sein erstes Saison-Heimspiel, zu Gast ist der Lausanne HC. Aufgrund von Umbau-Arbeiten an der OYM Hall absolvierten die Zuger ihre ersten 8 Saisonspiele allesamt in der Fremde.
Von der Herti zur OYM Hall
Renoviert wurden im Stadion-Inneren unter anderem der VIP-Bereich und die Sportsbar. Zudem verfügt die Arena nun über einen komplett neuen Fanshop. Raphael Diaz zeigt sich von den Neuerungen begeistert: «Es ist mega cool geworden», meint der 40-jährige Routinier.
Der Ur-Zuger Diaz wuchs unmittelbar neben dem Eisstadion auf und spielte seinerzeit noch in der Herti. Den Wandel zur Bossard Arena und später zur OYM Hall hautnah miterlebt zu haben, sei speziell für ihn. «Man muss mit der Zeit gehen. Es ist alles viel moderner geworden», so Diaz. Abgeschlossen sind die Umbau-Arbeiten indes noch nicht. Komplett neu eröffnet wird das Stadion erst im Herbst 2027.
Nur der ZSC mit besserem Punkteschnitt
Heimspiele allerdings sind ab sofort wieder möglich. Die Spieler können es kaum erwarten, am Freitag erstmals in dieser Saison vor dem eigenen Publikum aufzulaufen. «Die Vorfreude ist riesig. Wir werden alles geben mit den Fans im Rücken», blickt Diaz voraus.
Den unkonventionellen Saisonstart mit den 8 Auswärtsspielen am Stück haben die Zuger für so manch Experten überraschend gut gemeistert. Gemessen am Punkteschnitt pro Spiel belegen die Zentralschweizer hinter den ZSC Lions den 2. Platz. Diaz nimmt dies gelassen zur Kenntnis: «Der Start war ok. Wir hatten Hochs und Tiefs. Die Saison ist noch lang und wir versuchen, uns laufend zu steigern.»
Martschini-Comeback rückt näher
Gute Neuigkeiten gibt es für den EVZ auch neben dem Eis. Lino Martschini ist nicht mehr weit von seinem Comeback entfernt. Der Stürmer verletzte sich ziemlich genau vor einem Jahr schwer am Knie. Inzwischen nimmt der 33-Jährige wieder am Mannschaftstraining teil: «Es brauchte viel Geduld, ich musste mir immer kleine Ziele setzen und durfte nicht zu weit nach vorne schauen», erzählt Martschini.
Die Heimspiel-Premiere am Freitag kommt noch zu früh für Martschini. Allzu lange dürfte es aber nicht mehr dauern, bis der EVZ wieder auf die Skorer-Qualitäten seines Eigengewächs zählen kann. «Das Knie hat gut reagiert. Es läuft alles nach Plan. Ich bin nahe dran.»
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