Wiesn in München – Oktoberfest 2026 bricht Rekord: 7.4 Millionen Besucher

- Das Münchner Oktoberfest verzeichnete mit 7.4 Millionen Gästen einen neuen Besucherrekord.
- Die Gäste tranken 6.7 Millionen Mass Bier, das entspricht einem Anstieg von 2.7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
- Doch es gab auch traurige Vorfälle: Zwei Menschen verunfallten bei der Arbeit an Fahrgeschäften – einer davon tödlich.
«Die Wiesn 2026 ist die bislang meistbesuchte in ihrer langen Geschichte», sagt Wiesn-Chef Christian Scharpf. Der bisherige Rekord lag bei 7.2 Millionen Besucherinnen und Besuchern im Jahr 2023.
«Was für eine Bilderbuch-Wiesn», sagt auch Dominik Krause (Grüne) über sein erstes Oktoberfest als Münchner Oberbürgermeister. «Friedlich, entspannt und gut gelaunt. Die Wiesn 2026 war eine der schönsten aller Zeiten.»
Das war das Münchner Oktoberfest 2026 – die Bilder
Anfang Bildergalerie
-
Bild 1 von 11. O’zapft is! Zwei Besucher des 191. Oktoberfest in München prosten sich zu. (26.09.2026). Bildquelle: REUTERS/Fariha Farooqui.
-
Bild 2 von 11. Achtung, fertig, los! Mit der Öffnung des Geländes stürmen Besucherinnen und Besucher am ersten Tag das Oktoberfest. (19.09.2026). Bildquelle: REUTERS/Angelika Warmuth.
-
Bild 3 von 11. Hier spielt die Musik. Mitsingen und anstossen! (01.10.2026). Bildquelle: imago images/Inside-Picture.
-
Bild 4 von 11. Eine Mass zum Auftakt. Bayerns Ministerpräsident und CSU-Chef Markus Söder bei der Eröffnung des 191. Oktoberfests in München. (19.09.2026). Bildquelle: REUTERS/Fariha Farooqui.
-
Bild 5 von 11. Grüsse vom Oktoberfest. Liebeserklärungen wie «I mog di!» oder Ansagen wie «Bier zu mir» für unterwegs. (01.10.2026). Bildquelle: imago images/Inside-Picture.
-
Bild 6 von 11. Alle Hände voll zu tun. Ein Liter Bier pro Masskrug: Das braucht Kraft und eine ruhige Hand. (20.09.2026). Bildquelle: REUTERS/Fariha Farooqui.
-
Bild 7 von 11. Hendl, Brezn und Schweinshaxe. Zum Oktoberfest gehören neben der Mass auch die Klassiker der bayerischen Küche. (01.10.2026). Bildquelle: imago images/Inside-Picture.
-
Bild 8 von 11. Das Volksfest zieht Millionen an. Die 191. Wiesn fand vom 19. September bis zum 4. Oktober 2026 auf der Münchner Theresienwiese statt. Mit 7.4 Millionen Besucherinnen und Besucher wurde ein neuer Rekord vermeldet. (20.09.2026). Bildquelle: REUTERS/Angelika Warmuth.
-
Bild 9 von 11. Jedes Jahr ein Highlight. Beim Trachten- und Schützenzug hat die Tradition ihren grossen Auftritt. (20.09.2026). Bildquelle: REUTERS/Fariha Farooqui.
-
Bild 10 von 11. Auf die Wiesn nur mit Tracht. Dirndl und Lederhose gehören für viele Besucherinnen und Besucher zum Fest. (26.09.2026). Bildquelle: Keystone//DPA/Felix Hörhager.
-
Bild 11 von 11. Pfüä Gott ... ... und bis zum nächsten Mal! (28.09.2026). Bildquelle: REUTERS/Angelika Warmuth.
Ende der Bildergalerie
Zurück zum Anfang der Bildergalerie.
Auch das neue Sicherheitskonzept habe sich bewährt: «Trotz Rekord-Besucherzahl kam es zu keinen kritischen Überfüllungs-Situationen.» Das nachgeschärfte Sicherheitskonzept und der Versuch, die Gäste auf die Wochentage umzulenken, seien voll aufgegangen, sagt auch Scharpf. «Wenn es so funktioniert, dann vertragen wir auch so eine Grössenordnung.»
- Konsumiertes Bier: 6.7 Millionen Mass Bier, 2.7 Prozent mehr als 2025 (6.5 Millionen)
- Konsumierte Speisen: Wiesenwirte melden beim Essen ein Plus von zwei bis drei Prozent. Dabei sei das «klassische Hendl wieder im Aufwind».
- Sanitätseinsätze: 8409 versorgte Patienten, knapp 300 mehr als im bisherigen Rekordeinsatz-Jahr 2023 und 23.2 Prozent mehr als 2025.
- Fundsachen: 1050 Kleidungsstücke, 700 Geldbeutel und 400 Handys
- Kuriositäten im Fundbüro: eine Knirschschiene und ein Gebiss zum Beispiel, die 1.80 Meter grosse Figur eines Imbissstandes – und ein dicker Bildband über Tibet.
Rekorde seien aber nicht das Ziel der Stadt, die seit den 1980er-Jahren keine aktive Werbung mehr für die Wiesn macht. Aber: «Es ist nun mal ein super Fest und das spricht sich rum» – heutzutage auch über Influencer und Social Media.
«Gute-Laune-Wiesn»
Das Oktoberfest sei ein «internationaler Besuchermagnet», sagt Scharpf. Er spricht von der «Strahlkraft unserer Wiesn» und gar von einer «Gute-Laune-Wiesn». Dazu passt auch das Kinderlied «Gute Laune», das in diesem Jahr zu den musikalischen Lieblingen der Feiernden gehört habe.
Bei aller «guten Laune» überschatteten allerdings schwere Unglücke das Fest. Am Morgen des letzten Tages wurde ein 47 Jahre alter rumänischer Mitarbeiter an einer Schiffsschaukel so schwer verletzt, dass er reanimiert werden musste. Er habe sich «in einem Bereich aufgehalten, wo er nicht hingehen durfte», sagte der Münchner Polizeisprecher Thomas Schelshorn. Dort sei er von der Schaukel erfasst worden. Die Hintergründe werden nun vom für Betriebsunfälle zuständigen Kommissariat 13 ermittelt.
Bereits am dritten Wiesntag war ein 52-jähriger Sicherheitsmitarbeiter eines Freefall-Towers gestorben, nachdem er unter einer Gondel eingeklemmt worden war. Warum auch er sich in einem Bereich aufhielt, in dem er nicht sein sollte, wird ebenfalls noch ermittelt. Die Wiesn-Gemeinde gedachte ihres Kollegen bei dem traditionellen Gottesdienst. Und auch Scharpf erinnert in seiner Bilanz daran, dass dieses Unglück «grosse Trauer und Bestürzung» ausgelöst hat.
Alte Frau stirbt nach Unfall mit Kutschpferd
Einer über 90 Jahre alten Frau wurde der Versuch, ein Kutschpferd zu streicheln, zum Verhängnis. Ihr Rollstuhl verfing sich im Geschirr und sie stürzte. Sechs Tage danach starb sie im Krankenhaus.
Ausserdem kippte ein Reisebus, der von Italien auf dem Weg zur Wiesn unterwegs war, auf der Autobahn 96 bei Buchloe im Ostallgäu um. Zwei Menschen starben, zahlreiche weitere wurden zum Teil schwer verletzt. Die Reisegruppe der in Italien lebenden philippinischen Staatsangehörigen war auf dem Weg zum Oktoberfest.
Ungeachtet der Unglücksfälle war die Stimmung nach Angaben von Polizeisprecher Thomas Schelshorn «friedlich und überwiegend entspannt»: «Es handelt sich um eine friedliche und schöne Wiesn.»
Die im Vergleich zu 2025 mit 1851 etwas höhere Zahl der Einsätze und festgestellten Straftaten (854 waren es diesmal, 748 im vergangenen Jahr) führt er auf die höhere Besucherzahl zurück – und auch mehr Betäubungsmitteldelikte, vor allem mit Kokain. In dem Bereich hatte die Polizei auf der diesjährigen Wiesn besonders kontrolliert.
80 Sexualdelikte wurden nach Angaben von Schelshorn angezeigt, acht mehr als 2025. Bei einem Grossteil (52 Fällen) habe es sich um sexuelle Belästigung gehandelt, in fünf Fällen werde wegen des Verdachts der Vergewaltigung ermittelt. 2025 waren es seinen Angaben zufolge ebenfalls fünf Fälle.
KioskNews shows a cleaned-up reading view extracted from the publisher’s page — the original always lives on their site, not ours.