The Jerusalem PostFake rabbi plants billboards across New York City advertising Christian proselytizing websiteESPN DeportesAsí será la Final de la Leagues Cup 2026ESPNPirates rookie Griffin eyes Friday return from ILוואלההרוג אחד וחמישה פצועים בפגיעת כטב"ם באוטובוס ברוסיהBollywood HungamaAjay Devgn and Tiger Shroff respond to Vimal Pan Masala FDA notice, Shah Rukh Khan yet to replyDaily MaverickAfter The Bell: WhatsApp with your profile pic?SRF NewsKrieg im Nahen Osten – Israelisches Militär meldet mehrere Tote im GazastreifenScreen RantBand Of Brothers Officially Sets New Release For 25th AnniversaryCBS NewsIran's attacks didn't impact military facilities used by U.S., official saysEl TiempoAlerta por un incendio en el cerro de La Bandera en el sur de Cali: más de 40 bomberos se desplazaron al sitio con dos cuadrillas y una ambulanciaVarietyHsin Hsuan Yeh Presents ‘The River Within You’ in Venice, an Immersive VR Experience That Navigates Loss, Grief and Letting GoThe South AfricanUsain Bolt sprints to the altar after partner says ‘YES’
The Daily Newsstand · Free, Always
Thursday, September 3, 2026

Verfahren gegen Ölunternehmer – Knickte die Schweizer Justiz vor den USA ein?

Translate

Verfahren gegen Ölunternehmer Knickte die Schweizer Justiz vor den USA ein?

Die Schweiz zog ein Auslieferungsgesuch gegen einen venezolanischen Ölunternehmer zurück – nach Gesprächen mit den USA.

01.09.2026, 13:44

Gegen den bevorzugten Kontaktmann der US-Regierung im venezolanischen Erdölsektor läuft in der Schweiz ein Strafverfahren. Laut der «Washington Post» sollen hochrangige US-Vertreter bei den Schweizer Behörden zugunsten von Alejandro Betancourt interveniert haben.

Vier Personen tragen aufgeblasene Schläuche am Ufer entlang, mit einem Schiff im Hintergrund.
Legende: Fischer am Maracaibo-See in Venezuela, im Hintergrund eine Ölanlage (11. Oktober 2022). AP Photo/Ariana Cubillos

Betancourt hat enge Verbindungen zur venezolanischen Machtelite inklusive direktem Zugang zur Interimspräsidentin Delcy Rodriguez. Sein Unternehmen ist aktuell der zweitgrösste private Erdölproduzent Venezuelas.

Nachdem die USA den Langzeitmachthaber Nicolás Maduro im Januar gefangengenommen hatten, wurde Betancourt zu einem wichtigen Vermittler zwischen Washington und Caracas, insbesondere im Erdölsektor.

Erst letzten Freitag kündigte Donald Trump ein Abkommen mit Venezuela an, das den USA Zugriff auf mehr als 65 Milliarden Barrel venezolanischen Öls sichern soll. Betancourts Firma dürfte dabei eine zentrale Rolle spielen.

Seit 2019 ermittelt die Zürcher Staatsanwaltschaft gegen Betancourt wegen Verdachts auf Geldwäscherei. Der Geschäftsmann bestreitet jegliches Fehlverhalten.

Im November 2025 beantragte die Schweiz seine Auslieferung aus dem Vereinigten Königreich, worauf Betancourt verhaftet und mit einem Ausreiseverbot belegt wurde, während die britischen Behörden das Schweizer Gesuch prüften.

Bund bestätigt US-Intervention

Dann, in den Wochen nach Maduros Gefangennahme Anfang Januar, nahmen zunächst das US-Aussenministerium und später auch das US-Justizministerium Kontakt auf mit den Bundesbehörden.

Das Bundesamt für Justiz bestätigt gegenüber dem Westschweizer Radio und Fernsehen RTS, dass ein «kurzes Gespräch» stattgefunden habe. Der Bundesanwalt habe die amerikanischen Gesprächspartner jedoch lediglich an die Zürcher Staatsanwaltschaft verwiesen.

Anschliessend gab es Gespräche mit der Zürcher Justiz, wie die «Washington Post» berichtet. Die Botschaft der Amerikaner: Betancourt muss reisen können. Washington machte zudem deutlich, dass es die Angelegenheit lieber ohne strafrechtliche Sanktionen regeln wolle.

«Besonderheiten des britischen Rechts»

Im Mai wird das Schweizer Auslieferungsgesuch an das Vereinigte Königreich auf Initiative der Zürcher Justiz zurückgezogen. Die Zürcher Staatsanwaltschaft erklärt diese Entscheidung am Montag gegenüber RTS mit «Besonderheiten des britischen Auslieferungsrechts».

Der Rückzug betreffe nur das Auslieferungsverfahren im Vereinigten Königreich, das eigentliche Strafverfahren gegen Betancourt werde fortgesetzt. Mehr wollte die Staatsanwaltschaft unter Berufung auf das Untersuchungsgeheimnis und die Ermittlungsstrategie zum Fall nicht sagen.

Der Beitrag von RTS mit deutschen Untertiteln:

Gleichzeitig mit dem Rückzug des Auslieferungsgesuchs habe die Schweiz überdies bei den USA beantragt, den Geschäftsmann zu verhaften, sollte er sich auf US-Territorium begeben, berichtet die «Washington Post».

Dem ist Washington jedoch nicht nachgekommen: Im Juni hat die US-Regierung Alejandro Betancourt ein Visum zur mehrfachen Einreise ausgestellt. Er ist seither mehrmals in die USA und auch nach Venezuela gereist.

Der Fall wirft auf Schweizer Seite eine zentrale Frage auf: Welchen Einfluss hatten die amerikanischen Bemühungen tatsächlich auf den Ablauf des Verfahrens? Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) wollte den Bericht der «Washington Post» auf Anfrage nicht kommentieren.

View the original on SRF News

KioskNews shows a cleaned-up reading view extracted from the publisher’s page — the original always lives on their site, not ours.