Brite nach Raser-Tour laut Team «festgehalten» – Kapo dementiert

- Der britische Auto-Influencer Jay P wird laut seinem Management an einer Grenze festgehalten.
- Zuvor filmte er eine mutmasslich illegale Raserfahrt über Schweizer Bergpässe und prahlte im Netz damit.
- Die Kapo Uri dementiert, den Mann in ihrem Gewahrsam zu haben.
Ein britischer Supercar-Influencer ist nach Angaben seines Teams an einer Grenze angehalten worden, nachdem er wenige Tage zuvor eine mutmasslich illegale Raserfahrt über Schweizer Bergpässe gefilmt und im Netz damit geprahlt hatte. Die Kantonspolizei Uri dementiert.
Konfrontation sorgte für Aufsehen
Der Youtuber namens «thatguyjayp» wurde auf dem Sustenpass von Polizisten der Kapo Uri ermahnt, als er gemeinsam mit etwa 20 anderen Autolenkern mit PS-starken Fahrzeugen unterwegs war. Auf Anfrage von 20 Minuten bestätigte Mario Kiefer von der Kantonspolizei Uri den Vorfall.
Nun sollen die Sonntagsfahrten des Briten vorerst ein Ende gefunden haben: «Nach dem Video, das im Netz kursiert, ist Jay P an der Grenze angehalten worden und wird derzeit von den Behörden festgehalten», schreibt sein Management auf Instagram. Man werde Updates geben, sobald man mehr wisse.
Auf Anfrage von 20 Minuten teilt die Kapo Uri mit, dass man keine Kenntnis davon habe, dass der Mann am Abend des 22. Oktobers angehalten wurde. Der Brite befinde sich auch nicht in Gewahrsam der Kantonspolizei, so der Sprecher weiter. «Die Untersuchungen laufen. Da es sich um ein laufendes Verfahren handelt, werden wir uns nicht weiter äussern», so Mediensprecher Gustav Planzer.
Wird Youtuber sein Video zum Verhängnis?
An welcher Grenze und durch welche Behörde der Youtuber angehalten wurde, ist derzeit völlig unklar. Bereits seit Mittwoch liegt der Kantonspolizei Uri das Videomaterial zum Vorfall vor. «Eine interne Erstbeurteilung hat ergeben, dass darauf Widerhandlungen gegen das Strassenverkehrsrecht erkennbar sind», erklärte Kiefer. Möglich ist, dass der Youtuber aufgrund einer detaillierteren Analyse der Aufnahmen beim Verlassen der Schweiz angehalten wurde.
Benedikt Hollenstein (bho) ist seit 2021 bei 20 Minuten. Er schreibt für den Newsdesk und übernimmt dort auch Tagesleitungsschichten.
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