Missbrauch in Untersiggenthal – Weitere Untersuchung: Neue Daten im Fall Untersiggenthal entdeckt

- Nach Hinweisen haben die Aargauer Behörden eine Hausdurchsuchung im Fall Untersiggenthal durchgeführt.
- Auf dort gefundenen Datenträgern befinde sich weiteres belastendes Material gegen den Ex-Grorssrat, schreibt die Staatsanwaltschaft.
- Sie eröffnete eine weitere Strafuntersuchung gegen den mutmasslichen Täter wegen «weiterer, gleichgelagerter Delikte».
- Die Daten sind noch nicht alle ausgewertet, es gebe aber aktuell keine Aufnahmen mit neuen Opfern.
Der ehemalige Aargauer Kantonspolitiker ist bereits wegen schwerer Sexualdelikte angeklagt, nun läuft ein weiteres Verfahren gegen ihn. Polizei und Staatsanwaltschaft erhielten nach der Anklageerhebung neue Hinweise auf mögliche Beweismittel, wie die Staatsanwaltschaft mitteilt. Die neuen Hinweise beträfen Räumlichkeiten, die nicht zum Wohnbereich des Beschuldigten gehörten.
Zuvor habe es keine Anhaltspunkte dafür gegeben, dass der Mann diese Räume entsprechend genutzt habe. Bei der Hausdurchsuchung stellten die Ermittler weitere Datenträger sicher. Spezialisten der Kantonspolizei würden die Daten auswerten. Sie untersuchten insbesondere, ob die Datenträger Beweismittel für bislang nicht bekannte weitere Taten enthielten, hiess es.
Keine weiteren Opfer – bisher
Eine erste Sichtung deute auf umfangreiche Bestände hin, heisst es in der Mitteilung weiter. Diese stehen laut Mitteilung wahrscheinlich im Zusammenhang mit den bereits angeklagten Straftaten. Die genaue Auswertung stehe noch aus.
Die Ermittler fanden bei der bisherigen Auswertung keine Aufnahmen mit neuen Opfern, wie es hiess. Falls die Spezialisten bereits bekannte Betroffene auf den Aufnahmen erkennen würden, informiere die Staatsanwaltschaft diese Frauen direkt.
Die Staatsanwaltschaft hatte im Juli Anklage gegen den 57‑jährigen ehemaligen Grossrat erhoben. Angeklagt sind unter anderem versuchter Mord und schwerwiegende Sexualdelikte. Gefordert wird eine lebenslange Freiheitsstrafe.
Der Mann aus dem Bezirk Baden befindet sich laut Staatsanwaltschaft im vorzeitigen Strafvollzug.
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