Kandidaten-Analyse: Expertin sieht Schnegg in der Poleposition

Live-Analyse
Acht SVPler wollen in den Bundesrat: So stehen ihre ChancenGleich acht SVP-Promis wollen die Nachfolge von Guy Parmelin antreten. Doch wer von ihnen hat die Nase vorn? Politologin schätzt die Ausgangslage im Live-Talk ein.
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23.10.2026
Fr 13:24
Pierre Alain Schnegg
«Er bringt viel mit», sagt Schena. Aber ein Minuspunkt sei sein Alter – er feiere noch dieses Jahr seinen 64. Geburtstag.
Wie vernetzt ist Schnegg? «Die Vernetzung kann man zum Teil noch aufbauen», betont die Politologin. Sie verweist auf den Zuger Martin Pfister, der es trotz anfänglich geringer Vernetzung in den Bundesrat schaffte.
Er sei auch aus linker Seite wählbar: «Er hat Pluspunkte die ihn wählbar machen – vor allem im Vergleich zu den Hardlinern», so Schenas Fazit.
23.10.2026
Fr 13:23
Welche Rolle spielt das Deutsch von Amaudruz und Chiesa?
Chiesa und Amaudruz sprechen nur mässig Deutsch – ein Nachteil? Die Sprachenfrage spiele eine Rolle und das sei in Ordnung, so die Expertin. «In einer mehrsprachigen Kultur muss das aber Platz haben», meint Schena.
23.10.2026
Fr 13:22
Der Tessiner Marco Chiesa
Welche Chancen hat er? «Ticketchancen hat er sehr wohl», sagt Schena. Es könnte beispielsweise ein Dreierticket mit allen drei Landessprachen geben.
23.10.2026
Fr 13:19
Doppelkandidatur aus dem Wallis
Franz Ruppen habe die Exekutiverfahrung, die er mitbringe. «Die Frage ist, ob Bundesbern schon wieder bereit ist für einen Walliser Bundesrat», so Schena mit Blick auf den schwierigen Abgang von Viola Amherd. Graber gelte als Hardliner, so Schena. Sein Eklat mit den Fedpol-Polizisten dürfte wieder ausgegraben werden, glaubt Schena.
23.10.2026
Fr 13:18
Für Céline Amaudruz wirds «schwierig»
Nun geht es um Céline Amaudruz. «Sie stand als erste hin, ich finde das auch positiv. Aber es sieht schwierig aus für sie», sagt Schena. Ihr Rückhalt ausserhalb von Genf sei fraglich. In der Deutschschweiz könne sie wohl bei Frauen punkten, in der Fraktion dürfte es schwierig werden.
23.10.2026
Fr 13:16
Last-Minute-Kandidat Thomas Aeschi überlegt noch
«Er ist ein extrem gut vernetzter Politiker hier in Bern», so Politologin Schena. Doch der 47-Jährige ecke auch immer wieder mal an. Aeschi wurde am Freitag von seiner Kantonalpartei nominiert, hat sich aber noch nicht entschieden, ob er kandidiert. Sollte er es aufs Ticket schaffen, wären die Wahlchancen da, analysiert Schena.
«Wir hatten es immer wieder, dass Leute zweimal kandidieren», so Schena. Es sei sicher kein Minuspunkt, dass Aeschi bereits 2015 erfolglos für den Bundesrat kandidierte.
Der Zuger hat eine zweijährige Tochter – kann man mit kleinen Kindern Bundesrat sein? «Man kann definitiv Bundesrat oder Bundesrätin sein mit einem kleinen Kind zuhause», sagt Schena. Doch würde diese Situation bei einer Frau noch immer mehr kritisiert als bei Männern.
23.10.2026
Fr 13:14
Am Schluss eine Haurückübung?
Die grosse Überraschung habe am Donnerstag begonnen, indem es plötzlich Kandidaturen gehagelt habe, sagt Corina Schena. «Am Schluss wirkte es schon wie eine Hauruck-Übung», findet sie.
23.10.2026
Fr 12:30
Wie sieht die Ausgangslage aus?
Und plötzlich hagelte es Bundesratskandidaturen: Innert weniger als 20 Stunden warfen mit Marco Chiesa (TI), Pierre-Alain Schnegg (BE), Michael Graber (VS), Franz Ruppen (VS) und Jean-Pierre Gallati (AG) gleich fünf SVP-Politiker ihren Hut in den Ring. Zusätzlich ist auch Fraktionschef Thomas Aeschi gemeldet, der sich aber noch nicht entschieden hat.
Bereits seit längerem klar ist, dass die Genfer Nationalrätin Céline Amaudruz und der Solothurner Rémy Wyssmann ebenfalls kandidieren. Wer kann sich die besten Chancen in der Fraktion ausrechnen? Und wer ist nur Aussenseiter bei der Bundesversammlung?
Im Live-Talk mit 20-Minuten-Bundeshausredaktor Stefan Lanz analysiert Corina Schena, Politologin bei gfs.bern, die Ausgangslage, bevor die Kandidierenden bei der Findungskommission antraben müssen.
Stefan Lanz (sla) arbeitet seit 2021 für 20 Minuten. Er ist Bundeshausjournalist mit langjähriger Erfahrung.
Christina Pirskanen (pir) arbeitet seit 2022 für 20 Minuten. Sie ist seit Januar 2026 stv. Leiterin des Ressorts Politik.
Christof Vuille (vuc) leitet seit 2023 das Ressort Politik und ist Mitglied der Redaktionsleitung. Er berichtet für 20 Minuten nah am Puls der Bundespolitik.
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