«Kein Heilmittel»: Mücke startet Leiden von Olympiasiegerin

- Ski-Star Sofia Goggia (33) kämpft mit den Folgen von zwei Viruserkrankungen und musste ihr Trainingslager in Argentinien vorzeitig abbrechen.
- Die Italienerin infizierte sich mit dem Chikungunya-Virus und dem Parvovirus B19, was sie an normalem Training hindert.
- Der Weltcup-Auftakt in Sölden ist am 24. Oktober – ob Goggia rechtzeitig fit wird, ist offen.
Sofia Goggia (33) kämpft mit den Folgen von gleich zwei Viruserkrankungen. Die Abfahrts-Olympiasiegerin von 2018 und Gewinnerin des Super-G-Weltcups der vergangenen Saison hatte ihr Trainingslager im argentinischen Ushuaia vorzeitig verlassen müssen. Starke Gelenkschmerzen, Erschöpfung und weitere Beschwerden machten ein normales Training unmöglich.
Zurück in Italien brachten medizinische Untersuchungen Klarheit. «Anhand der Blutwerte stellte man fest, dass ich zuerst von einer infizierten Mücke gestochen wurde und mir das Chikungunya-Virus eingefangen hatte», erzählt Goggia gegenüber Sky Sport.
«Ich konnte keine Treppen steigen und fühlte mich ungewöhnlich müde und erschöpft.»
Damit nicht genug. Zusätzlich infizierte sie sich mit dem Parvovirus B19. Die Auswirkungen waren massiv. «Ich konnte keine Treppen steigen und fühlte mich ungewöhnlich müde und erschöpft», schildert die Italienerin.
Goggia kann Comeback nicht planen
Inzwischen hat Goggia das Schlimmste offenbar hinter sich. Vollständig erholt ist sie aber noch lange nicht. «Die akute Phase habe ich definitiv überstanden, ich bin jetzt fast am Ende, aber es hinterlässt viele Nachwirkungen.»
An manchen Tagen könne sie wieder reduziert trainieren, an anderen fühle sie sich völlig erschöpft. Wann sie wieder voll belastbar sein wird, lässt sich deshalb nicht vorhersagen. «Es gibt kein Heilmittel, ich warte darauf, dass es vorübergeht», sagt Goggia.
Auch eine schnelle Rückkehr auf die Ski kommt für sie nur infrage, wenn ihr Körper mitspielt. «Dafür muss ich zuerst wieder geistig klar und motorisch koordiniert sein.»
Für Goggia beginnt damit ein Wettlauf gegen die Zeit. Der alpine Weltcup startet am 24. Oktober in Sölden. Wann die Speed-Spezialistin tatsächlich wieder Rennen bestreiten kann, ist derzeit offen.
Nils Hänggi (nih) ist seit 2019 bei 20 Minuten. Er ist Sportredaktor und Teil des Social Responsibility Boards. Er schreibt oft übers Thema Fussball.
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