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Tuesday, October 6, 2026

Gegner des Böllerverbots blasen zum Kampf – die Argumente

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  • Die Gegner der Feuerwerksinitiative, darunter SVP, Mitte, Jungfreisinnige und der Schweizerische Gewerbeverband, formieren sich gegen ein Böllerverbot.
  • Die Initiative kommt Ende November zur Abstimmung – weder Bundesrat noch eine Parlamentsmehrheit unterstützen sie.
  • Gegner kritisieren ein landesweites Verbot als «unverhältnismässig» und warnen vor Schäden für die Feuerwerksbranche.

Dürfen Private künftig keine lärmigen Böller und Raketen mehr zünden? Wenn es nach den Initiantinnen und Initianten der Feuerwerksinitiative geht, dann ja. Die Vorlage kommt am 29. November zur Abstimmung.

Doch es formiert sich breiter Widerstand: Weder Bundesrat noch eine Mehrheit des Parlaments unterstützen die Initiative. Das Nein-Lager, bestehend aus Vertretenden der SVP, der Mitte, der Jungfreisinnigen, des Schweizerischen Gewerbeverbands und der Feuerwerksbranche, wehrt sich gegen das Verbot.

So argumentieren die Gegner

Kantone und Gemeinden könnten bereits heute zeitliche und örtliche Einschränkungen sowie Bewilligungspflichten vorsehen, argumentieren die Gegner. So könnten gezielte Massnahmen ergriffen werden statt eines landesweiten und generellen Verbots – ein solches wäre «unverhältnismässig», kritisieren sie.

Ein Verbot von lauten Feuerwerkskörpern «würde ein Stück unserer Kultur und Tradition verbieten», argumentiert das Nein-Lager.

Ein Verbot von lauten Feuerwerkskörpern «würde ein Stück unserer Kultur und Tradition verbieten», argumentiert das Nein-Lager.20min/Stefan Lanz

«Die Feuerwerksinitiative reiht sich in eine Politik ein, die den Menschen immer mehr vorschreibt und ihnen immer weniger zutraut», moniert Jungfreisinnigen-Chef Jonas Lüthy. Dem müsse ein Riegel geschoben werden. Ausserdem seien Feuerwerke am 1. August, Silvester oder an Hochzeiten und Dorffesten Tradition und Bestandteil «gesellschaftlich verbindender Momente», so Lüthy.

Auch SVP-Nationalrat Edgar Bischof verwies auf die Tradition. «Ein landesweites Verbot von Feuerwerk würde mehr treffen als ein Produkt: Es würde ein Stück unserer Kultur und Tradition verbieten», argumentiert er.

Nicht zuletzt wäre die Feuerwerksbranche stark betroffen: Fachhändlern, Feuerwerksherstellern, Importeuren, aber auch Veranstaltern werde mit einem Verbot ein wesentlicher Teil ihrer Geschäftsgrundlage entzogen, so die Gegner. «Unnötige schweizweite Verbote» müssten bekämpft werden. «Sonst haben wir am Schluss lauter Verbote. Das erstickt das Gewerbe», sagte Urs Furrer, Direktor des Schweizerischen Gewerbeverbands.

So argumentieren die Befürworter

Mit der Feuerwerksinitiative werde eine klare, schweizweit einheitliche Regel geschaffen – denn heute existiere ein Flickenteppich. Zudem blieben laute Feuerwerke an Grossanlässen weiterhin möglich, die Vorlage bekämpfe stattdessen die «wochenlange Knallerei» durch Private.

Ausserdem könnten mit einem Verbot jährlich Hunderte Unfälle und Brände mit Feuerwerkskörpern verhindert werden. Nicht zuletzt schone man die Natur und Umwelt, denn heute sorgen Feuerwerke gemäss Bundesrat für jährlich 1300 Tonnen Abfall.

Über die weiteren Argumente der Befürworter berichtet 20 Minuten zu einem späteren Zeitpunkt ausführlich.

Christina Pirskanen

Christina Pirskanen (pir) arbeitet seit 2022 für 20 Minuten. Sie ist seit Januar 2026 stv. Leiterin des Ressorts Politik.

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