Vier Tote bei Absturz von Militärhelikopter in Bosnien

- Beim Absturz eines italienischen Armeehelikopters der EU-Truppe Eufor in Bosnien-Herzegowina sterben vier Menschen.
- Unter den Toten sind zwei italienische Soldaten und zwei Rot-Kreuz-Helfer, elf weitere Insassen werden verletzt.
- Die Ursache ist unklar, die Eufor kündigt Ermittlungen an.
Beim Absturz eines italienischen Armeehelikopters in Bosnien-Herzegowina sind vier Mitglieder der EU-Truppe Eufor ums Leben gekommen. Elf weitere Insassen wurden nach Spitalangaben bei dem Unglück am Donnerstag verletzt. Bei den Todesopfern handelte es sich nach Angaben des italienischen Verteidigungsministeriums um zwei Soldaten und zwei Rot-Kreuz-Helfer aus Italien.
Der Helikopter vom Typ CH-47 Chinook stürzte nach Angaben der Eufor bei einem Routineeinsatz über dem Ort Gorica im Distrikt Brcko im Nordosten des Landes ab. Die Absturzursache war zunächst unklar. Die Eufor kündigte Ermittlungen an.
Nach Angaben eines Spitalsprechers starben drei Insassen sofort, ein vierter erlag im Spital seinen Verletzungen. Drei der Verletzten sollten demnach vom Spital in der Stadt Brcko zur Weiterbehandlung ins 50 Kilometer entfernte Tuzla verlegt werden.
Zentrale Aufgabe der Eufor-Mission in Bosnien und Herzegowina ist es, die Umsetzung des Friedensvertrages von Dayton aus dem Jahr 1995 zu unterstützen. Als Nachfolgemission der von der Nato geführten Stabilisierungstruppe SFOR soll Eufor in dem Balkanland für Sicherheit sorgen. Weitere Ziele sind die Ausbildung der bosnischen Streitkräfte und die Schaffung eines sicheren Umfelds für die Entwicklung des Landes.
In Bosnien-Herzegowina gibt es mehr als 30 Jahre nach Kriegsende weiter erhebliche Spannungen zwischen den Volksgruppen der Serben, Kroaten und der bosnischen Muslime. Vor allem aufseiten der bosnischen Serben bestehen Tendenzen zu einer Abspaltung beziehungsweise einem Anschluss an Serbien.
Insgesamt sind mehrere hundert Eufor-Soldaten in Bosnien und Herzegowina stationiert. Im Juni 2008 waren bei einem Helikopterabsturz in dem Land zwei deutsche und zwei spanische Eufor-Mitglieder ums Leben gekommen.
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Konstantin Furrer (fur) arbeitet seit 2017 für 20 Minuten. Seit 2022 Newsdesk-Leiter, daneben Blattmacher und Mitglied der Redaktionsleitung.
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