Netanjahu muss zittern: Machtkampf in Israel völlig offen

- Bei der Parlamentswahl in Israel zeichnet sich laut ersten Prognosen kein klarer Sieger ab.
- Eisenkots Bündnis kommt auf 52 bis 53 Sitze, Netanjahus Bündnis auf 50.
- Für die absolute Mehrheit in der Knesset sind 61 Sitze nötig.
Die Wahllokale in Israel sind seit 21 Uhr Schweizer Zeit geschlossen. Die erste Parlamentswahl seit dem Terrorangriff vom 7. Oktober 2023 hat keinen klaren Sieger hervorgebracht. Das ging am Dienstag aus ersten Prognosen auf Grundlage von Nachwahlbefragungen hervor.
Wie aus den Befragungen mehrerer israelischer Fernsehsender hervorgeht, kommt das Bündnis um Eisenkot auf 52 bis 53 Sitze, Netanjahus Bündis auf 50. Für die absolute Mehrheit in der Knesset sind 61 Sitze nötig. Für Netanjahu steht bei der Wahl auch persönlich viel auf dem Spiel. Gegen ihn läuft seit 2020 ein Korruptionsprozess, er bestreitet jedoch sämtliche Vorwürfe.
Auffällig hohe Wahlbeteiligung
Auffällig ist die hohe Wahlbeteiligung. Bereits zwei Stunden vor Schliessung der Wahllokale hatten laut der zentralen Wahlkommission 74,3 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben. Das ist der höchste Wert zu diesem Zeitpunkt seit Beginn der Erfassung im Jahr 1973.
Bei der letzten Wahl vor vier Jahren waren es zur gleichen Uhrzeit erst 66,3 Prozent gewesen. Die endgültige Wahlbeteiligung lag damals bei 70,6 Prozent.
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Jonas Bucher ist Blattmacher und stellvertretender Co-Leiter des Newsdesks bei 20 Minuten. Er ist seit 25 Jahren in der Medienbranche tätig und 20 Minuten stets treu geblieben.
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