Zu günstige SBB-Billette? Dahinter können Betrüger stecken

- Wer auf einer gefälschten SBB-Website zahlt, übergibt Kreditkarten- und Twint-Daten an Betrüger.
- Die Kantonspolizei Zürich warnt auf Cybercrimepolice.ch vor Phishing-Seiten, die den SBB-Auftritt bis ins Detail kopieren.
- Betroffene sollten sofort ihr Finanzinstitut informieren und die involvierten Karten sperren lassen.
Ein SBB-Billett online gekauft und schon in die Falle von Cyber-Kriminellen getappt: Die Kantonspolizei Zürich warnt auf ihrem Onlinedienst Cybercrimepolice.ch vor Kriminellen, die den Internetauftritt der SBB bis ins kleinste Detail kopieren und so einen glaubwürdigen Billettkauf vortäuschen.
Betroffene gelangen über eine Google-Suche oder einen Phishinglink in einer E-Mail auf die betrügerische Website. Der Link sehe zwar leicht anders aus, aber Design, Navigationselemente und Funktionen seien auf den ersten Blick nahezu identisch mit denjenigen der SBB.
«Billette zu deutlich tieferem Preis angeboten»
«Auf der gefälschten Plattform werden Billette zu einem deutlich tieferen Preis angeboten», steht auf der Website von Cybercrimepolice zu lesen. Abfahrtszeiten, Gleisangaben und Strecken wirkten plausibel und würden den Angaben aus dem offiziellen Fahrplan entsprechen. Dadurch entstehe bei den Reisenden der Eindruck, sie würden ein offizielles SBB-Billett kaufen.
Um den Buchungsprozess weiter glaubwürdiger erscheinen zu lassen, gebe es sogar die Option, zwischen einem Billett erster und zweiter Klasse auszuwählen.

Doch im Anschluss würden die Betroffenen auf eine betrügerische Zahlungsseite weitergeleitet. Dort fragen die Betrüger nach den Kreditkartendaten, einschliesslich Ablaufdatum und Sicherheitscode. Auch die Twint-Daten werden abgefragt. Mit den gesammelten Informationen können die Betrüger laut Cybercrimepolice missbräuchliche Zahlungen auslösen oder weitere Betrugsdelikte begehen.
Wie du dich schützen kannst
Gemäss Cybercrimeabteilung der Kantonspolizei Zürich kann man sich mit spezifischen Massnahmen vor diesen Cyberangriffen schützen:
- Gib die offizielle Internetadresse nach Möglichkeit direkt in die Adresszeile deines Browsers ein oder nutze die offizielle SBB-App. Ruf die Website nicht über die Ergebnisse einer Google-Suche auf.
- Prüfe bei jedem Besuch und bei jedem Seitenwechsel die vollständige Internetadresse, insbesondere während Bezahlvorgängen.
- Folge niemals Links aus E-Mails, SMS oder anderen Nachrichten bzw. Websites, da diese manipuliert oder optisch verändert sein können.
- Gib im Zweifelsfall keine persönlichen Daten oder Zahlungsinformationen preis.
Was du tun kannst, wenn deine Daten bereits weg sind
- Informiere umgehend dein Finanzinstitut und lasse die involvierten Bank-/Debitkarten sperren.
- Falls ein Schaden entstanden ist, begib dich nach telefonischer Voranmeldung zu deiner örtlichen Stelle der Kantonspolizei und erstatte Anzeige.
Lisa Arnold (lia) arbeitet seit März 2026 bei 20 Minuten als Praktikantin im Ressort Zürich.
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